{"id":7974,"date":"2025-03-29T12:45:13","date_gmt":"2025-03-29T12:45:13","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2025\/03\/29\/85-prozent-der-glocken-in-deutschland-sind-kirchenglocken-ekd\/"},"modified":"2025-03-29T12:45:14","modified_gmt":"2025-03-29T12:45:14","slug":"85-prozent-der-glocken-in-deutschland-sind-kirchenglocken-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2025\/03\/29\/85-prozent-der-glocken-in-deutschland-sind-kirchenglocken-ekd\/","title":{"rendered":"\u201e85 Prozent der Glocken in Deutschland sind Kirchenglocken\u201c \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n<div class=\"article--meta article--meta__border clearfix\">\n<p>                                    <time datetime=\"29.03.2025 10:00\" class=\"article--time\">29.03.2025<\/time><\/p>\n<p>                                     <strong class=\"article--type primus--overline\">Pressemitteilung<\/strong><\/p>\n<picture class=\"article--source-image image\"><source srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_423x118.png\"><!--<source srcset=\"\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_141x39.png 1x, \/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_282x78.png 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_423x118.png 3x\">--><\/p>\n<p>    <\/source><\/picture>\n<\/p><\/div>\n<h2 class=\"article--sub-headline primus--sub-headline\">Kirchen freuen sich \u00fcber W\u00fcrdigung von Glockenguss-Tradition und Glockenmusik als Immaterielles Kulturerbe<\/h2>\n<\/p><\/div>\n<div id=\"\">\n<p>\u201eDiese Entscheidung darf ganz wesentlich auch als W\u00fcrdigung der Kirchen aufgefasst werden\u201c, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg B\u00e4tzing (Limburg), \u201edenn 85 Prozent der Glocken in Deutschland sind Kirchenglocken, wurden im Auftrag der Kirche hergestellt und von ihren Gl\u00e4ubigen finanziert und sie werden tagein tagaus zu kirchlichen Anl\u00e4ssen gel\u00e4utet. Von ihrem edlen Klang profitieren alle \u2013 weit \u00fcber die Kirche hinaus. Das ist eine Verbindung von Kultur und Kultus in Idealform!\u201c<\/p>\n<p>Bisch\u00f6fin Kirsten Fehrs (Hamburg), Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), erkl\u00e4rte: \u201eDer Klang der Kirchenglocken ist uns so vertraut wie das Ger\u00e4usch des eigenen Atems. Und dass diese wunderbaren \u201aMusikinstrumente\u2018 seit tausend Jahren kunsthandwerklich auf dieselbe traditionelle Art noch immer im Lehmformverfahren aus Bronze hergestellt werden, das ist wirklich eine einzigartige kulturelle Leistung. Heute ist ein sch\u00f6ner Anlass, den Glockengie\u00dferinnen und Glockengie\u00dfern daf\u00fcr ein herzliches Dankesch\u00f6n zu sagen!\u201c<\/p>\n<p>Das \u201e\u00dcbereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes\u201c der UNESCO hat Schutz und Erhaltung des \u201edringend erhaltungsbed\u00fcrftigen immateriellen Kulturerbes\u201c zum Ziel. Der Klang der Kirchenglocken entspricht dem, was die UNESCO als immaterielles Kulturerbe gesch\u00fctzt und erhalten wissen will: Er ist ein textloser und damit f\u00fcr Menschen aller Sprachen, Kulturen und Religionen anschlussf\u00e4higer Naturton-Klang, erzeugt durch das Artefakt hochkultureller handwerklicher Tradition. Er ist Kultur im umfassendsten Sinne: ein Teil allgemeine Lebensgestaltung (Uhrenschlag), ein Teil Friedensarbeit (Friedensglocken z. B. in St. Anna K\u00f6ln-Neuehrenfeld oder in der Christuskirche Karlsruhe), ein Teil Brauchtum (z. B. Totensonntagsgel\u00e4ut), ein Teil Kunst (Carillon-Spiel), ein Teil kollektives kulturelles Ged\u00e4chtnis (z. B. Glockengel\u00e4ut zum Jahrestag des Mauerfalls) und ein Teil Religion (Einladung zum Gottesdienst sowie Markierung wichtiger liturgischer Momente).<\/p>\n<p>Stand heute gibt es in Deutschland mehr als 90.000 Kirchenglocken, die im Turm h\u00e4ngen und regelm\u00e4\u00dfig gel\u00e4utet werden. 85 Prozent von ihnen wurden im Lehmformverfahren, wie es von Friedrich Schiller beschrieben wird, hergestellt. Die Lullusglocke der Reichsabtei Hersfeld ist die \u00e4lteste intakte Gussglocke Deutschlands. Das heute unver\u00e4ndert angewandte Lehmformverfahren wurde im 12. Jahrhundert entwickelt. Der H\u00f6hepunkt in Guss und Klang wurde in der Sp\u00e4tgotik erreicht. Die beiden Weltkriege vernichteten durch Einschmelzen und Bombeneinwirkung mehr als 80.000 Kirchenglocken.<\/p>\n<p><em>Hintergrund:<\/em><\/p>\n<p><em>Auf Empfehlung des Fachkomitees der Deutschen UNESCO-Kommission entscheiden die Kulturministerkonferenz und die Beauftragte der Bundesregierung f\u00fcr Kultur und Medien im zweij\u00e4hrigen Turnus \u00fcber Neuaufnahmen in das Verzeichnis \u201eImmaterielles Kulturerbe\u201c. Antragsteller f\u00fcr die Aufnahme von \u201eGlockenguss und Glockenmusik\u201c war federf\u00fchrend der Beratungsausschuss f\u00fcr das deutsche Glockenwesen (BA), flankiert durch das Westf\u00e4lische Glockenmuseum Gescher und die Deutsche Glockenspielvereinigung e.V. Der Beratungsausschuss wurde 1951 gemeinsam von der Deutschen Bischofskonferenz und der EKD gegr\u00fcndet.<\/em><\/p>\n<p>Hannover, 29. M\u00e4rz 2025<\/p>\n<p>Pressestelle der EKD<br \/>Carsten Splitt<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>29.03.2025 Pressemitteilung Kirchen freuen sich \u00fcber W\u00fcrdigung von Glockenguss-Tradition und Glockenmusik als Immaterielles Kulturerbe \u201eDiese Entscheidung darf ganz wesentlich auch<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":7975,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7974"}],"collection":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7974"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7974\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7976,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7974\/revisions\/7976"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7975"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7974"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7974"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7974"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}