{"id":8304,"date":"2025-06-18T13:23:02","date_gmt":"2025-06-18T13:23:02","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2025\/06\/18\/solidaritaet-ist-kein-verbrechen-ekd\/"},"modified":"2025-06-18T13:23:03","modified_gmt":"2025-06-18T13:23:03","slug":"solidaritaet-ist-kein-verbrechen-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2025\/06\/18\/solidaritaet-ist-kein-verbrechen-ekd\/","title":{"rendered":"Solidarit\u00e4t ist kein Verbrechen \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n<p>Berlin (epd). Die Schiffe ziviler Seenotretter haben nach eigenen Angaben seit 2015 mehr als 175.000 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet. Im selben Zeitraum habe eine knappe Million Fl\u00fcchtlinge (929.686) \u00fcber das Mittelmeer Italien erreicht, teilten die Organisationen United4Rescue, Sea-Watch, Sea-Eye und SOS Humanity am Mittwoch in Berlin zum zehnj\u00e4hrigen Bestehen ihrer Rettungseins\u00e4tze mit.<\/p>\n<p>Mindestens 28.932 Menschen seien seit 2015 auf dem Meer ums Leben gekommen oder verschwunden, sagte Mirka Sch\u00e4fer von der Organisation SOS Humanity. Mehr als 21.700 Todesf\u00e4lle seien allein im zentralen Mittelmeer zwischen Libyen, Tunesien, Italien und Malta registriert worden. \u201eDie Dunkelziffer ist aber hoch\u201c, sagte sie.<\/p>\n<p>Im Durchschnitt h\u00e4tten seit 2015 t\u00e4glich sechs Menschen auf dem Weg \u00fcber das Meer ihr Leben verloren oder w\u00fcrden als vermisst gelten. Wegen der wachsenden politischen und b\u00fcrokratischen Schikanen gegen die zivilen Seenotretter steige die Todesrate seit 2022 wieder an, beklagte Sch\u00e4fer.<\/p>\n<p>Europ\u00e4ische Staaten und die EU setzten weiterhin auf Abschottung statt Schutz und missachteten dabei internationales Recht. Italien habe seit Januar 2023 in 28 F\u00e4llen zivile Rettungsschiffe festgesetzt. Die dadurch verlorenen Einsatzzeiten summierten sich auf mehr als 761 Tage.<\/p>\n<p>\u201eSeit zehn Jahren weigern wir uns als Zivilgesellschaft, das Sterbenlassen zu akzeptieren\u201c, sagte Sch\u00e4fer. Aktuell versuchten 21 zivile Organisationen im zentralen Mittelmeer die Rettungsl\u00fccke zu f\u00fcllen, die eigentlich staatliche Aufgabe sei: \u201eMenschen vor dem Ertrinken zu bewahren.\u201c Zehn der Organisationen k\u00e4men aus Deutschland. Aktuell seien im zentralen Mittelmeer 15 Rettungsschiffe, sieben Segelboote und vier Flugzeuge im Einsatz, die aber nicht alle gleichzeitig operieren.<\/p>\n<p>Finanziert werden die zivilen Rettungseins\u00e4tze vor allem durch private Spenden. Unter den Spendern seien Unternehmen wie Eiscreme-Hersteller Ben &amp; Jerry&#8217;s und Fritz-Cola, wie Sandra Bils von der Organisation United4Rescue sagte. Die evangelische Theologin sprach von einem breiten zivilgesellschaftlichen B\u00fcndnis engagierter Menschen und mehr als 900 Organisationen, die \u201edem Sterben im Mittelmeer nicht tatenlos zusehen wollen\u201c.<\/p>\n<p>Sie wandte sich auch gegen eine Kriminalisierung von Seenotrettung: \u201eUnsere gemeinsame Solidarit\u00e4t ist kein Verbrechen, das Sterben auf See ist ein Verbrechen\u201c, sagte Bils.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcndung von United4Rescue geht auf eine Resolution beim Evangelischen Kirchentag im Juni 2019 zur\u00fcck, ein Rettungsschiff der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ins Mittelmeer zu entsenden. Seitdem hat die Organisation ma\u00dfgeblich den Kauf von Rettungsschiffen unterst\u00fctzt.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"\">\n    <!-- Test for teaser --><br \/>\n    <!--Val: 1 --><\/p>\n<p>                    \t    <!-- SRC:  --><\/p>\n<aside class=\"article--aside quintus teaser teaser__related rs_skip rs_preserve\">\n<div class=\"teaser--article teaser--content\">\n<figure class=\"teaser--image\">\n                                                    <picture><source media=\"(max-width:935px)\" srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/210310_unspash_gaelle_marcel_pfeil_strasse_flucht_1875_rdax_625x352_60p.jpg 1x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/210310_unspash_gaelle_marcel_pfeil_strasse_flucht_1875_rdax_1250x704_60p.jpg 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/210310_unspash_gaelle_marcel_pfeil_strasse_flucht_1875_rdax_60p.jpg 3x\"><source media=\"(min-width:934px)\" srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/210310_unspash_gaelle_marcel_pfeil_strasse_flucht_1875_rdax_360x203_70p.jpg 1x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/210310_unspash_gaelle_marcel_pfeil_strasse_flucht_1875_rdax_720x406_70p.jpg 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/210310_unspash_gaelle_marcel_pfeil_strasse_flucht_1875_rdax_1080x608_70p.jpg 3x\"><\/source><\/source><\/picture><figcaption\/>\n                                                <\/figure>\n<p class=\"quintus--text teaser--text\">Weltweit sind Millionen Menschen auf der Flucht. Viele riskieren dabei ihr Leben, um Verfolgung zu entgehen und auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen f\u00fcr sich und ihre Familien. Diese Menschen brauchen unsere Hilfe: in Seenot, in Fl\u00fcchtlingslagern, bei der Integration in unserer Nachbarschaft.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/aside>\n<div class=\"article--content\">\n<p>Sch\u00e4fer forderte die EU-Staaten auf, \u201eendlich Verantwortung zu \u00fcbernehmen\u201c. Aktuell lie\u00dfen diese \u201ewissentlich tausende Menschen ertrinken oder in Folterlager verschleppen\u201c, indem sie Notrufe ignorierten und die Arbeit der zivilen Rettungsteams behinderten. \u201eDie Bedingungen f\u00fcr unsere Arbeit werden immer schwieriger, die Behinderung unserer Rettungsflotte durch staatliche Ma\u00dfnahmen eskaliert\u201c, sagte die SOS-Humanity-Sprecherin. Erst am Montag sei das Rettungsschiff \u201eSea-Eye 5\u201c auf Sizilien festgesetzt worden.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (epd). 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