{"id":8557,"date":"2025-08-28T17:13:31","date_gmt":"2025-08-28T17:13:31","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2025\/08\/28\/einnahmen-fuer-den-staat-ekd\/"},"modified":"2025-08-28T17:13:32","modified_gmt":"2025-08-28T17:13:32","slug":"einnahmen-fuer-den-staat-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2025\/08\/28\/einnahmen-fuer-den-staat-ekd\/","title":{"rendered":"Einnahmen f\u00fcr den Staat \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div>\n<p class=\"ms-outlook-mobile-reference-message\">Stuttgart (epd\/EKD). Dass der Staat f\u00fcr die Kirchen die Kirchensteuer einzieht, ist schon lange umstritten. Die einen sehen darin eine unn\u00f6tige Gef\u00e4lligkeit, von der die Kirchen profitieren, die anderen erblicken dahinter eine nicht vollzogene Trennung von Staat und Kirche. Tats\u00e4chlich verdienen die Finanzbeh\u00f6rden mit der Serviceleistung f\u00fcr die Kirchen aber viele Millionen. Das haben Berechnungen des Evangelischen Pressedienstes (epd) ergeben.<\/p>\n<p class=\"ms-outlook-mobile-reference-message\">Die Finanzverwaltung erledigt den Kirchensteuereinzug n\u00e4mlich nicht gratis, sondern l\u00e4sst sich daf\u00fcr bezahlen. In Baden-W\u00fcrttemberg etwa gehen drei Prozent des eingezogenen Geldes ans Land. Das waren im Jahr 2024 immerhin 65,6 Millionen Euro.<\/p>\n<p class=\"ms-outlook-mobile-reference-message\">Die Gegenrechnung, welche Kosten dem Land durch den Kirchensteuereinzug entstehen, ist etwas komplizierter. Das Finanzministerium in Stuttgart favorisiert auf Anfrage des epd die sogenannte Vollkostenrechnung. Das hei\u00dft: Der Anteil der Kirchensteuer am Gesamtsteueraufkommen bestimmt auch den Anteil der Kosten an der Steuerverwaltung.<\/p>\n<p class=\"ms-outlook-mobile-reference-message\">Baden-W\u00fcrttembergs Finanz\u00e4mter haben im vergangenen Jahr rund 50 Milliarden an Steuereinkommen f\u00fcr das Land verwaltet. Die 2,2 Milliarden Kirchensteuer sind davon ein Anteil von 4,4 Prozent. An Gesamtkosten f\u00fcr die Steuerverwaltung entstanden laut Haushaltsplan 858 Millionen Euro. Davon sind 4,4 Prozent &#8211; also der angenommene Anteil des Aufwands f\u00fcr die Kirchensteuer &#8211; rund 38 Millionen. Tats\u00e4chlich haben die Kirchen aber an Verg\u00fctung 65,6 Millionen bezahlt. Der Gewinn f\u00fcrs Land liegt also bei nahezu 28 Millionen Euro, die Gewinnspanne bei mehr als 70 Prozent.<\/p>\n<p class=\"ms-outlook-mobile-reference-message\">Das Finanzministerium h\u00e4lt diese Kalkulation f\u00fcr falsch. Laut einem Sprecher fehlen etwa die Aufwendungen f\u00fcr die Beamten-Beihilfe sowie die Versorgung der Pension\u00e4re, Verwaltungskosten f\u00fcr Gehalts- und Beihilfezahlungen sowie ein \u201efiktiver Mietwert\u201c f\u00fcr landeseigene Grundst\u00fccke.<\/p>\n<p class=\"ms-outlook-mobile-reference-message\">Der Haken bei dieser Argumentation: Diese Aufwendungen h\u00e4tte das Land gro\u00dfteils auch dann, wenn es gar keine Kirchensteuer g\u00e4be. Bei einer anderen Berechnungsweise liegen die Gewinne deshalb noch h\u00f6her. Begreift man die Kirchensteuer nur als eine Art Zusatzgesch\u00e4ft der Landesverwaltung, die ohnehin die Infrastruktur an Finanz\u00e4mtern und Beamten vorhalten m\u00fcsste, dann k\u00e4me statt der Vollkostenrechnung eine reine Zusatzkostenrechnung infrage. Darin enthalten w\u00e4re der Aufwand f\u00fcr F\u00e4lle, die h\u00e4ndisch bearbeitet werden m\u00fcssen wie etwa Kirchenaustritte, oder beispielsweise die Anpassung der Computerprogramme zum Einpflegen der Kirchensteuer.<\/p>\n<p class=\"ms-outlook-mobile-reference-message\">\u00a0<\/p>\n<\/p><\/div>\n<div id=\"\">\n    <!-- Test for teaser --><br \/>\n    <!--Val: 1 --><\/p>\n<p>                    \t    <!-- SRC:  --><\/p>\n<aside class=\"article--aside quintus teaser teaser__related rs_skip rs_preserve\">\n<div class=\"teaser--article teaser--content\">\n<figure class=\"teaser--image\">\n                                                    <picture><source media=\"(max-width:935px)\" srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_789_x\/20170412_epd-Christian-Ohde_Kirchenstuer_1875_rdax_625x352_60s.jpg 1x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_789_x\/20170412_epd-Christian-Ohde_Kirchenstuer_1875_rdax_1250x704_60s.jpg 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_789_x\/20170412_epd-Christian-Ohde_Kirchenstuer_1875_rdax_60s.jpg 3x\"><source media=\"(min-width:934px)\" srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_789_x\/20170412_epd-Christian-Ohde_Kirchenstuer_1875_rdax_360x203_70s.jpg 1x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_789_x\/20170412_epd-Christian-Ohde_Kirchenstuer_1875_rdax_720x406_70s.jpg 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_789_x\/20170412_epd-Christian-Ohde_Kirchenstuer_1875_rdax_1080x608_70s.jpg 3x\"><\/source><\/source><\/picture><figcaption\/>\n                                                <\/figure>\n<p class=\"quintus--text teaser--text\">Die vielf\u00e4ltigen und weit in die Gesellschaft hinein wirkenden Aufgaben der Kirche in Verk\u00fcndigung, Seelsorge und Diakonie werden von den Kirchenmitgliedern durch ihr ideelles und materielles Engagement getragen. Die Kirchensteuer ist der &#8218;Mitgliedsbeitrag&#8216; der Gemeindeglieder, die wichtigste Einnahmequelle und das Fundament aller Finanzierungen.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/aside>\n<div class=\"article--content\">\n<p>Hier gibt es allerdings zu viele unbekannte Gr\u00f6\u00dfen, um die Zusatzkosten seri\u00f6s einzusch\u00e4tzen. Klar ist nur, dass der Betrag noch einmal niedriger liegt als bei der Vollkostenrechnung, da zum Beispiel der Aufwand f\u00fcr das Betreiben eines Finanzamtes &#8211; etwa Immobilien- oder Heizkosten &#8211; nicht mehr zu Buche schl\u00e4gt.<\/p>\n<p>Die Verg\u00fctungsregel stammt aus dem Jahr 1956, als der Staat begann, \u00fcber die Finanz\u00e4mter die Kirchensteuer einzuziehen. Damals mussten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch alles auf Papier erledigen. Heute \u00fcbernimmt bei der Kirchensteuer die meiste Arbeit Kollege Computer, der Aufwand in den \u00c4mtern ist in knapp 70 Jahren massiv gesunken. Angepasst wurde der Verg\u00fctungssatz deshalb aber nicht.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stuttgart (epd\/EKD). Dass der Staat f\u00fcr die Kirchen die Kirchensteuer einzieht, ist schon lange umstritten. Die einen sehen darin eine<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":8558,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8557"}],"collection":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8557"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8557\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8559,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8557\/revisions\/8559"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8558"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8557"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8557"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8557"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}