{"id":8599,"date":"2025-09-17T23:25:31","date_gmt":"2025-09-17T23:25:31","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2025\/09\/17\/17-09-2025-das-miteinander-in-vielfalt-ist-eine-quelle-der-staerke\/"},"modified":"2025-09-17T23:25:31","modified_gmt":"2025-09-17T23:25:31","slug":"17-09-2025-das-miteinander-in-vielfalt-ist-eine-quelle-der-staerke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2025\/09\/17\/17-09-2025-das-miteinander-in-vielfalt-ist-eine-quelle-der-staerke\/","title":{"rendered":"17.09.2025 \u201eDas Miteinander in Vielfalt ist eine Quelle der St\u00e4rke\u201c"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<div>\n<h2><span>Zur 50. Interkulturellen Woche: Wort des Diakonischen Werks W\u00fcrttemberg und der Evangelischen Landeskirche in W\u00fcrttemberg<\/span><\/h2>\n<p><strong>Stuttgart, 17. September 2025.<\/strong> Vor Beginn der Interkulturellen Woche vom 21. bis 28. September und zum Tag des Fl\u00fcchtlings am 26. September haben die w\u00fcrttembergische Landeskirche und das Diakonische Werk W\u00fcrttemberg in einem gemeinsamen Wort auf die Bedeutung eines \u201eauf Solidarit\u00e4t und Menschlichkeit\u201c basierenden Miteinanders hingewiesen. Die Interkulturelle Woche findet 2025 zum 50. Mal statt. Den Volltext des gemeinsamen Worts finden Sie unten in diesem Dokument.<\/p>\n<p>Oberkirchenr\u00e4tin Dr. Annette Noller, Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks W\u00fcrttemberg, und Oberkirchenrat Dr. J\u00f6rg Schneider, Leiter des Theologischen Dezernats im Oberkirchenrat, erinnern daran, \u201edass weltweit mehr als 120 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung und Armut ihre Heimat verlassen haben\u201c. Menschen, die bei uns Zuflucht suchen, m\u00fcssen wir Sicherheit, M\u00f6glichkeiten zur Integration und einen menschenw\u00fcrdigen Aufenthalt im Rahmen unserer demokratischen Rechtsordnung bieten.<\/p>\n<p>Die \u00f6ffentliche Debatte werde \u201erauer,\u00a0unmenschlicher \u2013 bis hin zu offen rassistischen \u00c4u\u00dferungen. Anfeindungen nehmen auch gegen\u00fcber jenen zu, die sich f\u00fcr Gefl\u00fcchtete und ein respektvolles Miteinander einsetzen\u201c, so Noller und Schneider. Deshalb sei es \u201ewichtig, das \u201aDaf\u00fcr\u2018 zu leben: f\u00fcr Solidarit\u00e4t, f\u00fcr ein menschliches Miteinander, f\u00fcr den sozialen Frieden. F\u00fcr eine Kultur der Dankbarkeit, denn: Unsere Gesellschaft k\u00f6nnte ohne Menschen, die zu uns gekommen sind, nicht mehr funktionieren.\u201c Noller betont: \u201eDas Miteinander in Vielfalt ist eine Quelle der St\u00e4rke in unseren Krankenh\u00e4usern, Pflegeheimen und vielen anderen Dienstleistungen. Dieses Miteinander fordert uns heraus, Br\u00fccken zu bauen, Vorurteile abzubauen und gemeinsam eine integrationsbewusste Gesellschaft zu gestalten.\u201c<\/p>\n<p>Noller und Schneider danken \u201eallen ehrenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitenden, die sich im Rahmen der Interkulturellen Woche und das ganze Jahr \u00fcber in Kirche und Diakonie f\u00fcr Solidarit\u00e4t, Zusammenhalt, sozialen Frieden, eine offene Gesellschaft sowie die Belange und Rechte benachteiligter Menschen einsetzen \u2013 hierzulande und weltweit.\u201c<\/p>\n<p><strong>Volltext: W\u00fcrttembergisches Wort zur Interkulturellen Woche 2025<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDaf\u00fcr\u201c \u2013 dieses Wort verbindet uns in diesem Jahr auf besondere Weise. Es ist das Motto der Interkulturellen Woche 2025, die vom 21. bis 28. September stattfindet und in diesem Jahr ihr f\u00fcnfzigstes Jubil\u00e4um feiert.\u00a0<\/p>\n<p>F\u00fcnfzig Jahre, in denen Menschen in ganz Deutschland gemeinsam f\u00fcr Verst\u00e4ndigung, Respekt und ein friedliches Miteinander eintreten. Es ist ein Anlass zur\u00fcckzublicken auf das, was wir gemeinsam erreicht haben, und gleichzeitig nach vorn zu schauen auf die Herausforderungen und Chancen, die vor uns liegen.<\/p>\n<p>Diese Woche und insbesondere der <strong>Tag des Fl\u00fcchtlings am 26. September<\/strong> erinnern uns daran, dass weltweit mehr als 120 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung und Armut ihre Heimat verlassen haben, auf der Suche nach Sicherheit und einer neuen Perspektive. Menschen, die bei uns Zuflucht suchen, m\u00fcssen wir Sicherheit, M\u00f6glichkeiten zur Integration und einen menschenw\u00fcrdigen Aufenthalt im Rahmen unserer demokratischen Rechtsordnung bieten.<\/p>\n<p>Doch wir sp\u00fcren auch, dass die politischen Entwicklungen in den vergangenen Monaten Sorgen bereiten. Die Migrationspolitik versch\u00e4rft sich drastisch. Die Kommunen signalisieren, dass sie mit der Aufnahme an ihre Grenzen kommen. Statt Schutz und Integration r\u00fccken \u00dcberlastungsanzeigen, Grenzschlie\u00dfungen und Abschiebung in den Vordergrund. Menschen, die vor Krieg, Gewalt und Perspektivlosigkeit fliehen, sto\u00dfen zunehmend auf Misstrauen und Ablehnung. Der Ton in der \u00f6ffentlichen Debatte wird rauer, unmenschlicher \u2013 bis hin zu offen rassistischen \u00c4u\u00dferungen. Anfeindungen nehmen auch gegen\u00fcber jenen zu, die sich f\u00fcr Gefl\u00fcchtete und ein respektvolles Miteinander einsetzen. Gesellschaftliche Spaltungstendenzen werden gr\u00f6\u00dfer und es f\u00e4llt schwerer, Verst\u00e4ndigungsorte zu finden, an denen Menschen unterschiedlicher Herkunft und \u00dcberzeugungen miteinander ins Gespr\u00e4ch kommen k\u00f6nnen.\u00a0<\/p>\n<p>Gerade in solchen Zeiten ist es wichtig, das \u201eDaf\u00fcr\u201c zu leben: f\u00fcr Solidarit\u00e4t, f\u00fcr ein menschliches Miteinander, f\u00fcr den sozialen Frieden. F\u00fcr eine Kultur der Dankbarkeit, denn: unsere Gesellschaft k\u00f6nnte ohne die Menschen, die zu uns gekommen sind, nicht mehr funktionieren. In der Pflege, in den Krankenh\u00e4usern und in vielen anderen Dienstleistungen arbeiten heute Menschen, die durch Flucht und Migration zu uns gekommen sind. Der Bibelvers R\u00f6mer 14,19 ermutigt uns: \u201eWir wollen uns f\u00fcr das einsetzen, was dem Frieden und dem Aufbau unserer Gemeinschaft dient.\u201c Dieser Vers ist eine kraftvolle Erinnerung daran, dass unser Engagement f\u00fcr und mit Gefl\u00fcchteten, Migrantinnen und Migranten sowie f\u00fcr alle Menschen, die unsere Unterst\u00fctzung brauchen, dem Frieden und dem Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zugutekommt.<\/p>\n<p>Die Vorstandsvorsitzende der Diakonie W\u00fcrttemberg, Oberkirchenr\u00e4tin Prof. Dr. Annette Noller, betont: \u201eDas Miteinander in Vielfalt ist eine Quelle der St\u00e4rke. Es fordert uns heraus, Br\u00fccken zu bauen, Vorurteile abzubauen und gemeinsam eine integrationsbewusste Gesellschaft zu gestalten.\u201c Dieses Wort inspiriert uns, auch in herausfordernden Zeiten f\u00fcr das \u201eDaf\u00fcr\u201c einzustehen \u2013 f\u00fcr das Gute, das Verbindende und das Friedvolle.<\/p>\n<p>Die Entwicklungen im Bereich Migration und Flucht sind komplex und fordern uns alle heraus. Verl\u00e4ssliche Hilfeangebote und eine nachhaltige, strukturelle Integrationsf\u00f6rderung sind dabei ebenso wichtig wie Verst\u00e4ndigungsorte, an denen Menschen in ihrer Vielfalt zusammenkommen und im Gespr\u00e4ch bestehende Gr\u00e4ben \u00fcberwinden. Nur so k\u00f6nnen wir eine Gesellschaft gestalten, in der Vielfalt als Bereicherung erlebt und jeder Mensch mit W\u00fcrde und Respekt behandelt wird. Richard von Weizs\u00e4cker sagte in einer Rede 1986, also ca. 10 Jahre nach dem Start der Interkulturellen Woche, vor der 72. internationalen Arbeitskonferenz in Genf: \u201eNur eine solidarische Welt kann eine gerechte und friedvolle Welt sein.\u201c Hierzu ist in heutigen Zeiten unser aller Mut und das gegenseitige Vertrauen und Zutrauen erforderlich und genau daf\u00fcr setzt die Interkulturelle Woche deutliche Zeichen.<\/p>\n<p>Wir danken sehr herzlich allen ehrenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitenden, die sich im Rahmen der Interkulturellen Woche und das ganze Jahr \u00fcber in Kirche und Diakonie f\u00fcr Solidarit\u00e4t, Zusammenhalt, sozialen Frieden, eine offene Gesellschaft sowie die Belange und Rechte benachteiligter Menschen einsetzen \u2013 hierzulande und weltweit.<\/p>\n<p>Lasst uns in diesem Jahr das \u201eDaf\u00fcr\u201c lebendig werden lassen \u2013 f\u00fcr das Miteinander, f\u00fcr den Frieden und f\u00fcr eine Zukunft, in der alle Menschen ihren Platz finden.<\/p>\n<p>Oberkirchenr\u00e4tin Dr. Annette Noller<br \/>Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks W\u00fcrttemberg<\/p>\n<p>Oberkirchenrat Dr. J\u00f6rg Schneider<br \/>Leiter des Dezernats Theologie, Gemeinde und weltweite Kirche im Evangelischen Oberkirchenrat<\/p>\n<p>Dan Peter<br \/>Sprecher der Landeskirche<\/p>\n<p>HINWEIS: Ein Bild von Oberkirchenr\u00e4tin Dr. Annette Noller finden Sie\u00a0hier und ein Bild von Oberkirchenrat Dr. J\u00f6rg Schneider\u00a0hier.<\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur 50. 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