{"id":8800,"date":"2025-11-10T23:55:51","date_gmt":"2025-11-10T23:55:51","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2025\/11\/10\/ekd-stellt-neue-friedensdenkschrift-vor-ekd\/"},"modified":"2025-11-10T23:55:52","modified_gmt":"2025-11-10T23:55:52","slug":"ekd-stellt-neue-friedensdenkschrift-vor-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2025\/11\/10\/ekd-stellt-neue-friedensdenkschrift-vor-ekd\/","title":{"rendered":"EKD stellt neue Friedensdenkschrift vor \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n        <!-- RSPEAK_START --><\/p>\n<header class=\"large-10 columns article--header\">\n<div class=\"article--meta article--meta__border clearfix\">\n<p>                                    <time datetime=\"10.11.2025 15:00\" class=\"article--time\">10.11.2025<\/time><\/p>\n<p>                                    <strong class=\"article--type primus--overline\">News<\/strong><\/p>\n<picture class=\"article--source-image image\"><source srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_423x118.png\"><!--<source srcset=\"\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_141x39.png 1x, \/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_282x78.png 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_423x118.png 3x\">--><\/p>\n<p>    <\/source><\/picture>\n<\/p><\/div>\n<h2 class=\"article--sub-headline primus--sub-headline\">Evangelische Kirche aktualisiert christliche Friedensethik<\/h2>\n<\/header>\n<div class=\"large-8 columns large-offset-1 \">\n<p>Mit der neuen <strong>Friedensdenkschrift \u201eWelt in Unordnung \u2013 Gerechter Friede im Blick\u201c<\/strong> reagiert die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) auf zunehmend komplexe Krisen- und Kriegssituationen weltweit. Auf der Synode in Dresden stellte der Rat der EKD seine weiterentwickelte Friedensethik vor \u2013 einen Aufruf zu Verantwortung, Schutz und N\u00e4chstenliebe in unsicheren Zeiten.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<section class=\"large-10 large-offset-1 columns article--section\">\n<figure class=\"article--image image\">\n                                    <picture><source srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_2835_x\/friedensdenkschrift%20_rdax_945x532s.jpg 1x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_2835_x\/friedensdenkschrift%20_rdax_1890x1064s.jpg 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_2835_x\/friedensdenkschrift%20.jpg 3x\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_2835_x\/friedensdenkschrift%20_rdax_945x532s.jpg\" alt=\"Friedensdenkschrift 2025\" title=\"Friedensdenkschrift 2025\"\/><br \/>\n                                    <\/source><\/picture><figcaption class=\"image--caption\"\/>\n                                  <\/figure>\n<\/section>\n<section class=\"large-8 large-offset-1 columns article--section article--section__bullets\">\n<p><strong>Wieso war es n\u00f6tig, eine neue evangelische Friedensdenkschrift zu verfassen?<\/strong><br \/>Die weltweite Sicherheitslage hat sich stark ver\u00e4ndert. Kriege, Terror und neue Formen hybrider Bedrohung stellen die christliche Friedenethik vor neue Fragen. Die neue Friedensdenkschrift bietet daf\u00fcr eine aktuelle ethische Orientierung.<\/p>\n<p><strong>Welche Perspektiven er\u00f6ffnet die Denkschrift mit Blick auf aktuelle Bedrohungen?<\/strong><br \/>Die Friedensethik betont den Schutz von Gewalt bedrohter Menschen als Ausdruck christlicher N\u00e4chstenliebe. Gewalt anzuwenden ist nicht m\u00f6glich, ohne schuldig zu werden. Aber auch Menschen oder ein Staat machen sich schuldig, wenn sie Gewalt zulassen und Menschen nicht vor ihr sch\u00fctzen. Gewalt darf nur als letztes Mittel und unter st\u00e4ndiger ethischer Pr\u00fcfung angewandt werden.<\/p>\n<p><strong>Wie definiert die neue\u00a0Friedensdenkschrift <\/strong><strong> das Leitbild eines Gerechten Friedens?<\/strong><br \/>Der Gerechte Friede ist ein Prozess, in dem Gewalt ab- und Gerechtigkeit zunimmt. Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg. Er beruht auf Schutz vor Gewalt, F\u00f6rderung von Freiheit, Abbau von Ungleichheiten sowie einem friedensf\u00f6rdernden Miteinander in Vielfalt.<\/p>\n<p><strong>Wie steht die Friedensdenkschrift<\/strong> <strong> zu den Themen Wehrdienst, Freiwilligkeit und Dienstpflicht?<\/strong>Die Friedensethik betont den Wert der Freiwilligkeit. Sicherheit ist mehr als milit\u00e4rische Sicherheit. Wenn eine Dienstpflicht n\u00f6tig werden muss, sollte sie auch ziviles Engagement einschlie\u00dfen. Jede Entscheidung dazu braucht gesellschaftliche Zustimmung, um Demokratie und Sicherheit zu verbinden.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"large-8 large-offset-1 columns article--section article--section__bullets\">\n<h2>EKD-Ratsvorsitzende Fehrs: \u201eDenkschrift als Kompass\u201c<\/h2>\n<p>\u201eDie Denkschrift ist ein Kompass durch eine Zeit voller Bedrohungen, Kriege und Konflikte. Mit der klaren Ausrichtung auf einen gerechten Frieden\u201c, so die EKD-Ratsvorsitzende Bisch\u00f6fin Kirsten Fehrs.<\/p>\n<p>Der Denkschrift zufolge sind nachhaltiger Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit nur dann erreichbar, wenn k\u00f6rperliche Unversehrtheit und der Erhalt staatlicher Integrit\u00e4t gesichert sind. \u201eGerechter Frieden ist mehr als Abwesenheit von Krieg. Es bleibt ein Gebot der N\u00e4chstenliebe, dass wir Menschen, die an Leib, Leben und ihrer W\u00fcrde bedroht sind, nicht schutzlos der Gewalt ausgesetzt lassen\u201c, so Bisch\u00f6fin Fehrs. Letztlich bleibe ein Dilemma, dass sich nicht aufl\u00f6sen lasse. \u201eGewalt anzuwenden ist nicht m\u00f6glich, ohne schuldig zu werden. Aber auch Menschen oder Staaten machen sich schuldig, die Gewalt zulassen und Menschen nicht vor ihr sch\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p>Die christliche Botschaft setze auf Hoffnung und Zuversicht statt auf Angstmacherei, so die EKD-Ratsvorsitzende weiter. \u201eKirchen sind Orte der Aufkl\u00e4rung, der Resilienz und des respektvollen Diskurses \u2013 gerade in Zeiten, in denen Manipulation und Falschinformation die \u00f6ffentliche Debatte verzerren\u201c, so Fehrs. Die neue Denkschrift stellt die Bedeutung der Bildungsarbeit f\u00fcr den Frieden heraus. Mit j\u00e4hrlich mehr als 90.000 Bildungsveranstaltungen mit \u00fcber 1,6 Millionen Teilnehmenden geh\u00f6rt die evangelische Kirche zu den bundesweit gr\u00f6\u00dften Tr\u00e4gern von Bildungsarbeit. \u201eAls Gesellschaft sollten wir die Wege zum Frieden kontrovers diskutieren, um nicht unkritisch in Spiralen der Kriegslogik zu geraten\u201c, so Bisch\u00f6fin Fehrs. \u201eDeutschland muss friedenst\u00fcchtig bleiben, bei allen notwendigen Anstrengungen zur Verteidigungsf\u00e4higkeit.\u201c<br \/>\u00a0<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"large-10 large-offset-1 columns article--section\">\n<figure class=\"article--image image\">\n        <picture><source srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_2835_x\/A%20Fehrs%20_rdax_945x532_60s.jpg 1x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_2835_x\/A%20Fehrs%20_rdax_1890x1064_60s.jpg 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_2835_x\/A%20Fehrs%20_rdax_60s.jpg 3x\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_2835_x\/A%20Fehrs%20_rdax_945x532_60s.jpg\" alt=\"Kirsten Fehrs\" title=\"Kirsten Fehrs\"\/><br \/>\n        <\/source><\/picture><figcaption class=\"image--caption\">EKD-Ratsvorsitzende Bisch\u00f6fin Kirsten Fehrs.<\/figcaption><\/figure>\n<\/section>\n<section class=\"large-10 large-offset-1 columns\">\n<blockquote class=\"quote\">\n<p>\n            \u201eGerechter Frieden ist mehr als Abwesenheit von Krieg. Es bleibt ein Gebot der N\u00e4chstenliebe, dass wir Menschen, die an Leib, Leben und ihrer W\u00fcrde bedroht sind, nicht schutzlos der Gewalt ausgesetzt lassen.\u201c\n        <\/p>\n<\/blockquote>\n<\/section>\n<section class=\"large-12 columns article--section article--aside__bottom\">\n    <!-- Test for teaser --><br \/>\n    <!--Val: 1 --><\/p>\n<p>                    \t    <!-- SRC:  --><\/p>\n<aside class=\"article--aside quintus teaser teaser__related rs_skip rs_preserve\">\n<div class=\"teaser--article teaser--content\">\n<figure class=\"teaser--image\">\n                                                    <picture><source media=\"(max-width:935px)\" srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/teaser-friedenstaube-2025_rdax_625x352_60s.jpg 1x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/teaser-friedenstaube-2025_rdax_1250x704_60s.jpg 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/teaser-friedenstaube-2025_rdax_60s.jpg 3x\"><source media=\"(min-width:934px)\" srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/teaser-friedenstaube-2025_rdax_360x203_70s.jpg 1x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/teaser-friedenstaube-2025_rdax_720x406_70s.jpg 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/teaser-friedenstaube-2025_rdax_1080x608_70s.jpg 3x\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/teaser-friedenstaube-2025_rdax_625x352_60s.jpg\" alt=\"Friedenstaube in Origamiform\"\/><br \/>\n                                                    <\/source><\/source><\/picture><figcaption\/>\n                                                <\/figure>\n<p class=\"quintus--text teaser--text\">Die neue Friedensdenkschrift der EKD wurde auf der Synode in Dresden vorgestellt und diskutiert. Das Dokument gibt es kostenlos zum Download.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/aside>\n<div class=\"article--content\">\n<h2>Einblicke in die neue Friedensdenkschrift<\/h2>\n<p>Die Kernpunkte der neuen Friedensdenkschrift wurden den Synodalen von Prof. Dr. Reiner Anselm und Dr. Friederike Krippner, den Vorsitzenden des friedensethischen Redaktionsteams, vorgestellt.<\/p>\n<p>\u201eZiel der neuen Friedensdenkschrift ist es, die Urteilsf\u00e4higkeit der Christinnen und Christen zu st\u00e4rken\u201c, sagte Krippner. \u201eSie will Gewissen bilden, nicht Gewissheiten liefern; sie will die F\u00e4higkeiten st\u00e4rken, in einer komplexen Welt verantwortlich zu urteilen und zu entscheiden.\u201c\u00a0Anselm erg\u00e4nzte, die St\u00e4rke der Schrift liege in ihrer N\u00fcchternheit: \u201eWir wollten kein Manifest, sondern ein Werkzeug.\u201c Die Denkschrift solle nutzbar sein f\u00fcr Menschen und weder moralisch \u00fcberfordern noch zu sehr vereinfachen. Die Denkschrift sei von einem eschatologischen Friedensbegriff gepr\u00e4gt: \u201eEvangelische Friedensethik ist in der Gegenwart verwurzelt und zugleich hoffnungsvoll auf das Reich Gottes hin ausgerichtet.\u201c\u00a0<\/p>\n<p>Er erl\u00e4uterte, der Text stelle bewusst die S\u00fcndhaftigkeit des Menschen an den Anfang und spreche von deren Konsequenzen \u2013 als Ausdruck reformatorischer Ehrlichkeit. \u201eWer das B\u00f6se verdr\u00e4ngt, kann Gewalt nicht \u00fcberwinden\u201c, betonte er. Die Denkschrift vermittle daher eine Hoffnung, die die Realit\u00e4t der Welt aushalte, und ende im Vertrauen auf die Verhei\u00dfung des Friedens Gottes.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/section>\n<section class=\"large-10 large-offset-1 columns article--section\">\n<figure class=\"article--image image\">\n        <picture><source srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_2835_x\/krippner_rdax_945x532_60s.jpg 1x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_2835_x\/krippner_rdax_1890x1064_60s.jpg 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_2835_x\/krippner_rdax_60s.jpg 3x\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_2835_x\/krippner_rdax_945x532_60s.jpg\" alt=\"Dr. Friederike Krippner\" title=\"Dr. Friederike Krippner\"\/><br \/>\n        <\/source><\/picture><figcaption class=\"image--caption\">Dr. Friederike Krippner<\/figcaption><\/figure>\n<\/section>\n<section class=\"large-10 large-offset-1 columns\">\n<blockquote class=\"quote\">\n<p>\n            \u201eDie Friedensdenkschrift will Gewissen bilden, nicht Gewissheiten liefern; sie will die F\u00e4higkeiten st\u00e4rken, in einer komplexen Welt verantwortlich zu urteilen und zu entscheiden.\u201c\n        <\/p>\n<\/blockquote>\n<\/section>\n<section class=\"large-8 large-offset-1 columns article--section article--section__bullets\">\n<h2>Die Friedensdenkschrift \u00fcber den Schutz vor Gewalt<\/h2>\n<p>Krippner erinnerte daran, dass bereits die Friedensdenkschrift von 2007 das \u00f6kumenische Leitbild des \u201eGerechten Friedens\u201c in vier Dimensionen entfaltet habe: Schutz vor Gewalt, F\u00f6rderung von Freiheit, und, in der neuen Denkschrift leicht umformuliert: Abbau von Ungleichheiten und ein friedensf\u00f6rdernder Umgang mit Pluralit\u00e4t.\u00a0Die neue Denkschrift betone nun besonders den Vorrang des Schutzes vor Gewalt: \u201eDenn angesichts einer direkten Bedrohung von Leib und Leben sind Freiheit, Gleichheit und Pluralit\u00e4t nicht zu sichern.\u201c<\/p>\n<p>Anselm hob die besondere Verantwortung des Staates hervor, seine B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger zu sch\u00fctzen. \u201eNur wer sicher lebt, kann gerecht und frei leben\u201c, sagte er. Aber zugleich bleibe Sicherheit ohne Vielfalt, Pluralit\u00e4t und Freiheit stets br\u00fcchig. Daran zeige sich auch die N\u00e4he des gerechten Friedens zur Demokratie. Ein autokratischer Staat k\u00f6nne kein freies und pluralit\u00e4tsf\u00e4higes Gemeinwesen schaffen, das dem Frieden diene.<\/p>\n<p>Zur rechtserhaltenden Gewalt erkl\u00e4rte Krippner, sie sei stets ultima ratio und immer an das Recht gebunden. Milit\u00e4rische Gewalt k\u00f6nne nur als rechtserhaltende Gewalt legitim sein und m\u00fcsse der Friedenslogik untergeordnet bleiben. Vorrang habe stets die zivile Konfliktbearbeitung.<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"large-10 large-offset-1 columns article--section\">\n<figure class=\"article--image image\">\n        <picture><source srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_2835_x\/anselm_rdax_945x532_60s.jpg 1x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_2835_x\/anselm_rdax_1890x1064_60s.jpg 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_2835_x\/anselm_rdax_60s.jpg 3x\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_2835_x\/anselm_rdax_945x532_60s.jpg\" alt=\"Prof. Dr. Reiner Anselm\" title=\"Prof. Dr. Reiner Anselm\"\/><br \/>\n        <\/source><\/picture><figcaption class=\"image--caption\">Prof. Dr. Reiner Anselm<\/figcaption><\/figure>\n<\/section>\n<section class=\"large-8 large-offset-1 columns article--section article--section__bullets\">\n<h2>Die Friedensdenkschrift \u00fcber die Rolle der Kirche<\/h2>\n<p>Die Denkschrift argumentiere, dass es eine \u201eethische Verpflichtung aller zum Schutz des Gemeinwesens\u201c gebe, erl\u00e4uterte Anselm. Ein verpflichtender Grundwehrdienst sei jedoch nur dann legitim, wenn der Schutz der Allgemeinheit anders nicht gew\u00e4hrleistet werden k\u00f6nne.\u00a0Die Denkschrift rege eine Debatte um eine allgemeine Dienstpflicht an, die den vielf\u00e4ltigen Dimensionen von Sicherheiten und gaben der Menschen gerecht wird.<\/p>\n<p>Krippner betonte zudem, dass sich die \u00f6kologische Dimension wie ein \u201erotes Band\u201c durch alle Kapitel ziehe. \u201eKlimaschutz ist langfristige Konfliktpr\u00e4vention\u201c, sagte sie. \u201eKein Weg geht an entschiedenem Klimaschutz vorbei.\u201c Zugleich wies sie darauf hin, dass langfristiger Klimaschutz kurzfristig zu Spannungen f\u00fchren k\u00f6nne \u2013 diese Ambivalenz m\u00fcsse ausgehalten und benannt werden.<\/p>\n<p>Zur Rolle der Kirche erkl\u00e4rte Anselm, die Denkschrift erhebe den Anspruch, \u201edass der evangelische Glaube und die darauf bezogene Ethik andere orientieren\u201c.<\/p>\n<p>Zum Abschluss sagte Krippner: \u201eDie Denkschrift hat einen klaren Blick auf die Unzul\u00e4nglichkeiten unserer Welt. Und das ist vielleicht die gr\u00f6\u00dfte Zumutung. Sie traut uns etwas zu: die Freiheit, im Vertrauen auf Gottes Frieden zu handeln.\u201c<\/p>\n<\/section>\n<section class=\"large-12 columns article--section article--aside__bottom\">\n    <!-- Test for teaser --><br \/>\n    <!--Val: 1 --><\/p>\n<p>                    \t    <!-- SRC:  --><\/p>\n<aside class=\"article--aside quintus teaser teaser__related rs_skip rs_preserve\">\n<div class=\"teaser--article teaser--content\">\n<figure class=\"teaser--image\">\n                                                    <picture><source media=\"(max-width:935px)\" srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/podcast-frieden-denken-1875_rdax_625x352_60s.jpg 1x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/podcast-frieden-denken-1875_rdax_1250x704_60s.jpg 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/podcast-frieden-denken-1875_rdax_60s.jpg 3x\"><source media=\"(min-width:934px)\" srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/podcast-frieden-denken-1875_rdax_360x203_70s.jpg 1x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/podcast-frieden-denken-1875_rdax_720x406_70s.jpg 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/podcast-frieden-denken-1875_rdax_1080x608_70s.jpg 3x\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/podcast-frieden-denken-1875_rdax_625x352_60s.jpg\" alt=\"Logo Podcast 'Frieden denken'\"\/><br \/>\n                                                    <\/source><\/source><\/picture><figcaption\/>\n                                                <\/figure>\n<p class=\"quintus--text teaser--text\">In unserem Podcast \u201eFrieden denken\u201c kommen Expertinnen und Experten zu Wort, die an der neuen Denkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland \u00fcber Frieden mitgearbeitet haben. Jede Folge unseres Podcasts beleuchtet unterschiedliche Aspekte des Friedens \u2013 von gerechtem Frieden, nuklearer Abschreckung und R\u00fcstungsexporten bis hin zu Wehrpflicht, \u00f6konomischen und \u00f6kologischen Folgen von Kriegen, V\u00f6lkerrecht und Friedensspiritualit\u00e4t.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/aside>\n<div class=\"article--content\">\n<h2>Synode diskutiert \u00fcber Friedensdenkschrift<\/h2>\n<p>Die Aussprache im Plenum zeigte, dass die neue Friedensdenkschrift der EKD mit gro\u00dfem Interesse und Ernsthaftigkeit aufgenommen wurde. Sie gilt vielen als wichtiger und realistischer Beitrag zur friedensethischen Debatte, zugleich aber als herausforderndes Dokument, das weitere Diskussionen ansto\u00dfen soll. Deutlich wurde, dass sie unterschiedliche biografische und theologische Perspektiven \u2013 vom Pazifismus bis zur sicherheitspolitischen Verantwortung \u2013 aufnimmt und so als gemeinsamer Suchraum nach Orientierung in einer unfriedlichen Welt verstanden wird.<\/p>\n<p>Viele Synodale betonten, dass die Denkschrift in einer Zeit globaler Krisen einen mutigen, realistischen und zugleich hoffnungsvollen Zugang zum Thema Frieden er\u00f6ffnet. Sie sei kein Manifest, sondern ein Werkzeug, das Orientierung gebe und Raum f\u00fcr verantwortliche Urteilsbildung lasse.\u00a0Besonders hervorgehoben wurden ihre theologische Tiefe, ihr Realismus in der Einsch\u00e4tzung politischer Konflikte und der Mut, Spannungen offenzuhalten, statt sie vorschnell aufzul\u00f6sen. Als St\u00e4rke gilt zudem, dass sie spirituelle, ethische und gesellschaftliche Dimensionen des Friedens miteinander verbindet.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>Kritischer Blick auf den Umgang mit Pazifismus<\/h2>\n<p>Die Synodale Linda Teuteberg begr\u00fc\u00dfte den realistischen Blick auf sicherheitspolitische Verantwortung und forderte mehr Selbstkritik bei der Einsch\u00e4tzung fr\u00fcherer kirchlicher und gesellschaftlicher Fehleinsch\u00e4tzungen. Die Politikerin und Synodale Katrin G\u00f6ring-Eckardt reflektierte aus ihrer DDR-Biografie als Pazifistin \u00fcber die Ambivalenz gewaltfreier Haltungen: Gewalt d\u00fcrfe nie leichtfertig eingesetzt werden, doch die Kirche m\u00fcsse diejenigen sch\u00fctzen, \u201edie unter die R\u00e4uber gefallen sind\u201c. Die Denkschrift sei ein Angebot zur verantwortlichen gesellschaftlichen Debatte.<\/p>\n<p>Generalmajor Ruprecht von Butler begr\u00fc\u00dfte die Denkschrift als hilfreich f\u00fcr die Diskussion mit jungen Soldatinnen und Soldaten und als Orientierung in Gewissensfragen. \u201eIch w\u00fcnsche mir, dass der Weg, den ich gew\u00e4hlt habe, um Frieden und Freiheit uns zu erhalten, durch die Kirche kritisch betrachtet wird, aber dass man es doch am Ende mittragen kann\u201c, sagte er.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/section>\n<section class=\"large-10 large-offset-1 columns article--section rs_preserve\">\n<div>\n<h2 class=\"primus--row-headline\">Vorstellung der Friedensdenkschrift auf der EKD-Synode<\/h2>\n<p>Die Vorsitzenden des friedensethischen Redaktionsteams, Prof. Dr. Reiner Anselm und Dr. Friederike Krippner, stellen auf der Synode in Dresden die neue Friedensdenkschrift des Rates der EKD vor. Anschlie\u00dfend diskutieren die Synodalen \u00fcber das Papier und seine friedensethischen Impulse.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<div class=\"flex-video widescreen video\" data-youtube-opt=\"NhUV1wY950s\" data-enhanced-privacy=\"true\">\n                    <!-- true --><\/p>\n<picture class=\"video--preview\"><source srcset=\" https:\/\/www.ekd.de\/1x,  https:\/\/www.ekd.de\/2x,  https:\/\/www.ekd.de\/3x\"><\/source><\/picture>\n<p>        <small class=\"image--copyright\">\u00a9<span class=\"show-for-sr\">Foto: <\/span><\/small><\/p>\n<div class=\"video--disclaimer\">\n<p>Ihre Cookie-Einstellungen verbieten das Laden dieses Videos<\/p>\n<p>            <button class=\"button small video--load\">Dieses Video trotzdem laden<\/button><br \/>\n            <button class=\"button small video--options\">Cookie-Einstellungen bearbeiten<\/button>\n        <\/div><\/div>\n<\/section>\n<p>        <!-- RSPEAK_STOP --><\/p>\n<footer class=\"article--footer\">\n<\/footer><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>10.11.2025 News Evangelische Kirche aktualisiert christliche Friedensethik Mit der neuen Friedensdenkschrift \u201eWelt in Unordnung \u2013 Gerechter Friede im Blick\u201c reagiert<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":8801,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8800"}],"collection":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8800"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8800\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8802,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8800\/revisions\/8802"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8801"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8800"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8800"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8800"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}