{"id":8911,"date":"2025-12-18T12:54:33","date_gmt":"2025-12-18T12:54:33","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2025\/12\/18\/ekd-fluechtlingsbeauftragter-sagt-schutzsuchenden-in-afghanistan-hilfe-zu-ekd\/"},"modified":"2025-12-18T12:54:34","modified_gmt":"2025-12-18T12:54:34","slug":"ekd-fluechtlingsbeauftragter-sagt-schutzsuchenden-in-afghanistan-hilfe-zu-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2025\/12\/18\/ekd-fluechtlingsbeauftragter-sagt-schutzsuchenden-in-afghanistan-hilfe-zu-ekd\/","title":{"rendered":"EKD-Fl\u00fcchtlingsbeauftragter sagt Schutzsuchenden in Afghanistan Hilfe zu \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n<div class=\"article--meta article--meta__border clearfix\">\n<p>                                    <time datetime=\"02.12.2025 09:00\" class=\"article--time\">02.12.2025<\/time><\/p>\n<p>                                     <strong class=\"article--type primus--overline\">Pressemitteilung<\/strong><\/p>\n<picture class=\"article--source-image image\"><source srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_300.jpg\"><!--<source srcset=\"\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_300_rdax_141x39s.jpg 1x, \/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_300_rdax_282x78s.jpg 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_300.jpg 3x\">--><\/p>\n<p>    <\/source><\/picture>\n<\/p><\/div><\/div>\n<div id=\"\">\n<ul>\n<li>Bischof St\u00e4blein trifft Vertreter*innen der Kabul Luftbr\u00fccke<\/li>\n<li>EKD erinnert an Aufnahmeversprechen f\u00fcr afghanische Ortskr\u00e4fte.<\/li>\n<li>Finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr Klageverfahren und humanit\u00e4re Hilfe.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Hannover, 2. Dezember. \u201eAls evangelische Kirche fordern wir die Bundesregierung dazu auf, die verbliebenen rund 2000 afghanischen Menschen mit Aufnahmezusage in Sicherheit zu bringen. Deutschlands Verantwortung endet nicht mit dem Truppenabzug, sondern umfasst aus friedensethischer Sicht auch das gerechte Handeln im Nachhinein\u201c, erkl\u00e4rte Bischof Christian St\u00e4blein, Fl\u00fcchtlingsbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), nach einem Treffen mit Vertreter*innen der Hilfsorganisation Kabul Luftbr\u00fccke in Berlin.<\/p>\n<p>Viele Betroffene arbeiteten f\u00fcr die Bundeswehr und deutsche Organisationen oder unterst\u00fctzten in anderer Funktion den demokratischen Aufbau Afghanistans, erinnerte St\u00e4blein: \u201eSie haben f\u00fcr unsere Werte und Interessen, nicht zuletzt f\u00fcr Freiheit und die gleiche W\u00fcrde aller, ihr Leben riskiert und ebenso das ihrer Familien. Die Bundesrepublik Deutschland hat ihnen daher Schutz zugesichert und eine verbindliche Aufnahmezusage erteilt.\u201c Bis heute warten die Menschen vergeblich auf Einreise.<\/p>\n<p>Pakistan fordert seit Anfang 2025 von der Bundesregierung die Aufnahme der Betroffenen und hat inzwischen begonnen, Menschen nach Afghanistan abzuschieben. Dort drohen ihnen Haft, Folter oder die Todesstrafe durch die Taliban.<\/p>\n<p>Zum j\u00fcngsten Versuch der Bundesregierung, die Betroffenen mit einer Geldzahlung dazu zu bewegen, auf ihre Aufnahmezusagen zu verzichten, sagte Bischof St\u00e4blein: \u201eWer die Menschenw\u00fcrde ernst nimmt, kann doch nicht ernsthaft verlangen, dass gef\u00e4hrdete Menschen ihre Sicherheit, ja ihr Leben gegen Geld eintauschen. Solche Angebote sind untragbar f\u00fcr die Betroffenen \u2013 und sie besch\u00e4digen unsere eigene W\u00fcrde.\u201c<\/p>\n<p>Zur Position der EKD erkl\u00e4rte St\u00e4blein: \u201eMenschen in Not im Blick zu haben und ihnen zu helfen, geh\u00f6rt zum Kern christlicher Ethik. Die evangelische Kirche l\u00e4sst die Schutzsuchenden und ihre Familien nicht im Stich. Deutschland steht bei ihnen im Wort, daher helfen wir nun mit, dass diese Menschen zu ihrem Recht kommen. Wir geben 100.000 Euro aus Kollekten an die Kabul Luftbr\u00fccke, um die Klageverfahren der Betroffenen zu unterst\u00fctzen und ihre humanit\u00e4re Versorgung zu sichern.\u201c Auch die Synode der EKD hatte Mitte November in einem Beschluss an die Bundesregierung appelliert, dass die Menschen schnellstm\u00f6glich einreisen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Zum Hintergrund:<\/strong><\/p>\n<p>Derzeit befinden sich rund 2000 afghanische Staatsangeh\u00f6rige mit Aufnahmezusagen aus den vier verschiedenen deutschen Aufnahmeprogrammen in Pakistan: dem Bundesaufnahmeprogramm (\u00a7\u00a023 Abs.\u00a02 AufenthG), dem Ortskr\u00e4fteverfahren (\u00a7\u00a022 S.\u00a02 AufenthG), der Menschenrechtsliste (\u00a7\u00a022 S.\u00a02 AufenthG) und dem \u00dcberbr\u00fcckungsprogramm (\u00a7\u00a022 S.\u00a02 AufenthG). Mitgez\u00e4hlt sind zudem etwa 220 Menschen, die bereits nach Afghanistan abgeschoben wurden und dort seit August 2025 in einem Safe-House auf die Fortsetzung ihrer Verfahren warten. Mehr als 60 Prozent der Betroffenen sind Frauen und Kinder. Ihre besondere Gef\u00e4hrdung in Afghanistan durch das Taliban-Regime wurde bereits durch deutsche Beh\u00f6rden festgestellt \u2013 nur deshalb wurde ihnen eine Aufnahmezusage erteilt.<\/p>\n<p>Der einzige Weg nach Deutschland ist f\u00fcr die Menschen derzeit, ihre Aufnahme in einer aufwendigen Klage gegen die Bundesregierung vor deutschen Verwaltungsgerichten zu erstreiten. Knapp 200 Betroffene haben auf diesem Wege Recht bekommen und konnten nach Deutschland einreisen.<\/p>\n<p>Pressestelle der EKD<br \/>Carsten Splitt<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>02.12.2025 Pressemitteilung Bischof St\u00e4blein trifft Vertreter*innen der Kabul Luftbr\u00fccke EKD erinnert an Aufnahmeversprechen f\u00fcr afghanische Ortskr\u00e4fte. Finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr Klageverfahren<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":8322,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8911"}],"collection":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8911"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8911\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8912,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8911\/revisions\/8912"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8322"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8911"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8911"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8911"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}