{"id":9255,"date":"2026-05-06T20:01:18","date_gmt":"2026-05-06T20:01:18","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2026\/05\/06\/25-jahre-flughafenseelsorge-in-duesseldorf-zuhoeren-zwischen-ankunft-und-abschied-ekd\/"},"modified":"2026-05-06T20:01:19","modified_gmt":"2026-05-06T20:01:19","slug":"25-jahre-flughafenseelsorge-in-duesseldorf-zuhoeren-zwischen-ankunft-und-abschied-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2026\/05\/06\/25-jahre-flughafenseelsorge-in-duesseldorf-zuhoeren-zwischen-ankunft-und-abschied-ekd\/","title":{"rendered":"25 Jahre Flughafenseelsorge in D\u00fcsseldorf: Zuh\u00f6ren zwischen Ankunft und Abschied \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div>\n<p>Angefangen hat die seelsorgende Arbeit am D\u00fcsseldorfer Flughafen im Jahr 2001. Damals trat Pfarrerin Antje Reichow ihren Dienst an, erz\u00e4hlt sie im Sondernewsletter der Flughafenseelsorge. Als erste Flughafenseelsorgerin vor Ort \u00a0begann sie zun\u00e4chst ohne eigenes B\u00fcro und weitgehend allein. Dass es Flughafenseelsorge in Deutschland \u00fcberhaupt gab, habe sie damals selbst erst neu entdeckt. Motivation f\u00fcr ihre Arbeit sei von Anfang an die N\u00e4he zu den Menschen und ihren Geschichten gewesen. Ihre \u201eLiebe zu den Menschen, ihre sch\u00f6nen und auch traurigen Geschichten\u201c &#8211; das sei immer ihre Motivation f\u00fcr ihre Arbeit gewesen, so Reichow in dem Newsletter.<\/p>\n<p>Seelsorge verstehe sie als ganzheitliche Begleitung, bei der die W\u00fcrde des Menschen unabh\u00e4ngig von Herkunft, Religion oder Lebenssituation im Mittelpunkt stehe. Orientierung gebe ihr dabei unter anderem die biblische Geschichte vom barmherzigen Samariter. Ziel sei es, Menschen in belastenden Situationen zu st\u00e4rken und ihnen zu helfen, wieder handlungsf\u00e4hig zu werden.<\/p>\n<h3>Anschl\u00e4ge vom 11. September pr\u00e4gend f\u00fcr die Flughafenseelsorge<\/h3>\n<p>Wenige Tage nach ihrem Dienstbeginn erlebte Reichow die Folgen des Terroranschlags vom 11. September in New York. Die Atmosph\u00e4re am Flughafen beschreibt sie im Sondernewsletter als von Angst und Fassungslosigkeit gepr\u00e4gt. Gerade in dieser Ausnahmesituation habe sich gezeigt, wie wichtig seelsorgliche Pr\u00e4senz sei. Sie habe \u201eversucht zu erfassen: Wer braucht jetzt was?\u201c, erinnert sie sich. Sie habe versucht, auszuloten, wem sie Stabilit\u00e4t und Sicherheit geben k\u00f6nnte.\u00a0<\/p>\n<p>Aus den Anf\u00e4ngen entwickelte sich nach ihren Worten rasch ein Netzwerk aus Haupt- und Ehrenamtlichen sowie Partnern aus Notfallseelsorge, Flughafenbetrieb und internationalen Kontakten. Ein wichtiger Schritt sei der Aufbau eines Ehrenamtskonzepts gewesen. Die erste Ausbildungsgruppe habe aus 15 Personen bestanden.<\/p>\n<p>Heute sei die Flughafenseelsorge fest etabliert und \u00f6kumenisch ausgerichtet, bilanziert Reichow. Zugleich h\u00e4tten Digitalisierung, gesellschaftliche Krisen und ver\u00e4nderte Reisegewohnheiten die Arbeit in den vergangenen Jahren sp\u00fcrbar ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Besonders pr\u00e4gend seien die Begegnungen mit Menschen geblieben. Oft zeige sich, dass hinter scheinbar allt\u00e4glichen Situationen tiefere Geschichten stehen \u2013 Geschichten von Verlust, Erinnerung und pers\u00f6nlichen Entscheidungen.<\/p>\n<p>Diese Erfahrungen machen f\u00fcr Reichow den Kern der Seelsorge aus: pr\u00e4sent sein, zuh\u00f6ren und den Menschen in seiner jeweiligen Situation ernst nehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align:right\"><em>Text: epd \/ mit Material aus dem\u00a0Sondernewsletter der Flughafenseelsorge D\u00fcsseldorf<\/em><\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angefangen hat die seelsorgende Arbeit am D\u00fcsseldorfer Flughafen im Jahr 2001. 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