{"id":9357,"date":"2026-06-02T18:27:49","date_gmt":"2026-06-02T18:27:49","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2026\/06\/02\/kirche-startet-winzerseelsorge-ekd\/"},"modified":"2026-06-02T18:27:51","modified_gmt":"2026-06-02T18:27:51","slug":"kirche-startet-winzerseelsorge-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2026\/06\/02\/kirche-startet-winzerseelsorge-ekd\/","title":{"rendered":"Kirche startet Winzerseelsorge \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div>\n<p>20 bis 30 Prozent der Betriebe k\u00f6nnten als Folge der aktuellen Krise ganz aufgeben, lautete eine Prognose der Mainzer Landesregierung aus dem vergangenen Jahr. Die au\u00dferordentliche Notlage vieler Betriebe best\u00e4tigt auch der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz. Die Nachfrage nach Wein ist in Deutschland und anderen europ\u00e4ischen Staaten zuletzt stark zur\u00fcckgegangen. Zugleich h\u00e4tten sich etwa Energie und D\u00fcnger drastisch verteuert, sagt Verbandssprecher Andreas K\u00f6hr: \u201eDie Kosten im Weinbau sind v\u00f6llig durch die Decke gegangen.\u201c Vor allem Betriebe, die kaum oder keinen eigenen Flaschenwein herstellen, sondern ihre Trauben an Gro\u00dfproduzenten liefern, seien betroffen.<\/p>\n<h2>Rollenbilder hinterfragen<\/h2>\n<p>Manuela Rimbach-Sator nennt weitere Probleme, etwa \u00fcberbordende B\u00fcrokratie oder die willk\u00fcrliche und sprunghafte Zollpolitik des US-Pr\u00e4sidenten Trump. \u201eManche, die auf den Export nach Amerika gesetzt haben, gehen jetzt in die Knie\u201c, sagt sie. Andere Winzer wiederum stehen mittlerweile ohne Altersvorsorge dar, weil die von Pachteinnahmen f\u00fcr ihre Weinberge abh\u00e4ngt. Auch ein ausk\u00f6mmlicher Ruhestand durch den Verkauf des eigenen Betriebs ist l\u00e4ngst nicht mehr garantiert.<\/p>\n<p>Bei der Frage, ob das eigene Weingut noch fortgef\u00fchrt werden soll, gehe es aber um viel mehr als um Gewinn- und Verlustrechnungen. \u201eMan kann so etwas nicht allein betriebswirtschaftlich entscheiden\u201c, sagt die Pfarrerin. Viele Familienbetriebe bestehen seit Generationen, haben bislang allen Krisen und sogar Kriegen getrotzt. Niemand wolle derjenige sein, der alles abwickelt.<\/p>\n<p>Und genau hier kommt die Kirche mit ihrer Seelsorge ins Spiel &#8211; um verzweifelten Winzern Mut zu machen, ihnen Perspektiven aufzuzeigen, \u00fcber famili\u00e4re Rollenbilder zu sprechen oder \u00fcber die Frage, ob ein Winzersohn automatisch auch Winzer werden muss.<\/p>\n<h2>Verband und Politik unterst\u00fctzen<\/h2>\n<p>Dass die EKHN auf zwei Theologen im Ruhestand setzt und keine eigenen neuen Stellen daf\u00fcr schafft, hat weniger mit den Kosten zu tun, als mit dem Konzept der Arbeit: Die Winzerseelsorge soll nicht wie eine weitere Beratungsstelle wirken, um Hemmschwellen bei der Kontaktaufnahme so niedrig wie m\u00f6glich zu halten. \u00d6ffentlich, das wissen alle Verantwortlichen, klagen die Winzer selten laut.<\/p>\n<p>Dennoch gibt es neben der Handynummer, \u00fcber die Verabredungen angebahnt werden k\u00f6nnen, k\u00fcnftig zumindest auch ein Besprechungszimmer in Alzey. Sowohl der Winzerverband als auch die Landesregierung unterst\u00fctzen das Vorhaben. Das Projekt leiste einen \u201eBeitrag zur sozialen Stabilisierung im l\u00e4ndlichen Raum\u201c, hei\u00dft es im zust\u00e4ndigen Landwirtschafts- und Weinbauministerium in Mainz. Ob der vermutete Gespr\u00e4chsbedarf tats\u00e4chlich so gro\u00df ist wie vermutet, will die Kirche in einem Jahr \u00fcberpr\u00fcfen. Danach soll entschieden werden, wie es mit der Notfallnummer f\u00fcr die Winzer weitergeht.<\/p>\n<p style=\"text-align:right\"><em>Text:\u00a0Karsten Packeiser (epd)<\/em><\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>20 bis 30 Prozent der Betriebe k\u00f6nnten als Folge der aktuellen Krise ganz aufgeben, lautete eine Prognose der Mainzer Landesregierung<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":9358,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9357"}],"collection":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9357"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9357\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9359,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9357\/revisions\/9359"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9358"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9357"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9357"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9357"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}