{"id":9428,"date":"2026-06-24T16:55:04","date_gmt":"2026-06-24T16:55:04","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2026\/06\/24\/gemeinweh-ueberwinden-bischoefin-fehrs-sieht-kirche-als-kraft-fuer-zusammenhalt-ekd\/"},"modified":"2026-06-24T16:55:05","modified_gmt":"2026-06-24T16:55:05","slug":"gemeinweh-ueberwinden-bischoefin-fehrs-sieht-kirche-als-kraft-fuer-zusammenhalt-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2026\/06\/24\/gemeinweh-ueberwinden-bischoefin-fehrs-sieht-kirche-als-kraft-fuer-zusammenhalt-ekd\/","title":{"rendered":"\u201eGemeinweh \u00fcberwinden\u201c: Bisch\u00f6fin Fehrs sieht Kirche als Kraft f\u00fcr Zusammenhalt \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n<div class=\"article--meta article--meta__border clearfix\">\n<p>                                    <time datetime=\"24.06.2026 18:15\" class=\"article--time\">24.06.2026<\/time><\/p>\n<p>                                     <strong class=\"article--type primus--overline\">Pressemitteilung<\/strong><\/p>\n<picture class=\"article--source-image image\"><source srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_300.jpg\"><!--<source srcset=\"\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_300_rdax_141x39s.jpg 1x, \/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_300_rdax_282x78s.jpg 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_300.jpg 3x\">--><\/p>\n<p>    <\/source><\/picture>\n<\/p><\/div><\/div>\n<div id=\"\">\n<ul>\n<li>Ratsvorsitzende h\u00e4lt Berliner Johannisrede vor rund 400 G\u00e4sten aus Politik, Kirche und Gesellschaft<\/li>\n<li>Evangelische Sozialkommission ver\u00f6ffentlicht Zwischenruf zum Sozialstaat<\/li>\n<li>Renaissance des Gemeinsinns: \u201eDie Lasten fair verteilen\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<p>Berlin\/Hannover (24. Juni 2026). Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bisch\u00f6fin Kirsten Fehrs, hat beim diesj\u00e4hrigen Johannisempfang der EKD in der Franz\u00f6sischen Friedrichstadtkirche in Berlin f\u00fcr eine \u00dcberwindung der gesellschaftlichen Verunsicherung und f\u00fcr ein neues Miteinander geworben. Aktuelle Untersuchungen zeigten, dass viele Menschen derzeit unter fehlender Orientierung, Kr\u00e4nkung oder Entfremdung leiden. Daraus erwachse eine starke Sehnsucht nach Zugeh\u00f6rigkeit und Gemeinschaft. Kirche und Diakonie seien dazu aufgerufen, Baumeisterinnen des gesellschaftlichen Zusammenhalts zu sein. \u201eDiese St\u00e4rke wird jetzt in unserem Land gebraucht\u201c, so Bisch\u00f6fin Fehrs. Das gelte auch mit Blick auf die aktuellen Debatten zur Sozialstaatsreform.<\/p>\n<p>\u201eEs gibt diese gemeinsame Sehnsucht: das Gemeinweh, also: Heimweh nach Gemeinschaft.\u201c Die Verbindlichkeit werde br\u00fcchiger, der Geduldsfaden d\u00fcnner und die Z\u00fcndschn\u00fcre k\u00fcrzer. Das mache anf\u00e4llig f\u00fcr die angebliche St\u00e4rke der einfachen Antworten. \u201eAntworten wie die, dass die Liebe zum N\u00e4chsten die gr\u00f6\u00dfte Schw\u00e4che der westlichen Welt sei. Antworten mit Laut-St\u00e4rke. Mit machohafter \u00dcberheblichkeit. Antworten, die mehr schaden, als dass sie heilen.\u201c Die Botschaft des Evangeliums stelle eine andere St\u00e4rke in den Mittelpunkt, so Bisch\u00f6fin Fehrs: \u201eWer Gott liebt, \u00fcberl\u00e4sst der Verachtung und dem Hass keinen Raum. L\u00e4sst nicht zu, andere zu verunglimpfen. Ganz gleich, woher jemand kommt oder wie jemand lebt. In dieser Klarheit des Evangeliums liegt unsere St\u00e4rke.\u201c Religion trage entscheidend zu pers\u00f6nlicher und gesellschaftlicher Resilienz bei, \u201edurch Anerkennung, durch Rituale, die das Leben wie das Sterben segnen, durch unbeirrbare Friedensgebete \u2013\u00a0all dies f\u00fchrt heraus aus dem Gemeinweh\u201c, sagte die Ratsvorsitzende. Schon \u00fcber Jahrtausende hinweg sei die Kirche ein Ort, an dem Menschen begleitet und getr\u00f6stet w\u00fcrden und Zugeh\u00f6rigkeit erfahrbar werde. \u201eIm Namen Jesu stehen wir f\u00fcr den N\u00e4chsten ein. Jeder ist jemand.\u201c Das gelte es gegen\u00fcber denen stark zu machen, die einzelnen Menschen ihre W\u00fcrde absprechen. \u201eLassen wir uns in Zeiten des Hasses unser Gottvertrauen nicht nehmen.\u201c<\/p>\n<p>Bisch\u00f6fin Fehrs ging in ihrer Rede konkret auf die aktuellen Herausforderungen f\u00fcr den Sozialstaat ein. Auch dieser lebe von einer Gesellschaft, die bereit ist, ihn gemeinschaftlich zu tragen. \u201eDer Grundgedanke des Sozialstaates \u2013 als wichtiger Pfeiler der Demokratie \u2013 ist das solidarische Einstehen derer, die genug haben und mehr leisten k\u00f6nnen f\u00fcr all jene, die im Moment nichts oder wenig einbringen k\u00f6nnen, weil sie krank sind, arbeitslos, eingeschr\u00e4nkt, pflegebed\u00fcrftig oder selbst pflegend. Mir scheint, als w\u00fcrde das Bewusstsein schwinden, dass \u00fcber Nacht Gebende zu Nehmenden werden k\u00f6nnen.\u201c Die Ratsvorsitzende verwies dabei auf den \u201eZwischenruf\u201c der Evangelischen Sozialkommission aus Kirche und Diakonie, den diese zum Johannisempfang ver\u00f6ffentlicht hat. Er wirbt f\u00fcr eine Reform des Sozialstaats, die Solidarit\u00e4t st\u00e4rkt und Lasten fair verteilt. \u201eAngesichts\u00a0des gr\u00f6\u00dften Umbaus des Sozialstaats in den letzten 20\u00a0Jahren brauchen wir eine Renaissance des Gemeinsinns. Wir brauchen die Bereitschaft zu gemeinsamer Verantwortung und einen fairen Umgang mit begrenzten Ressourcen\u201c, hei\u00dft es in dem Zwischenruf. \u201eKlar ist:\u00a0Wer mehr tragen kann, muss mehr beitragen.\u201c Dabei gelte: \u201eDie Schw\u00e4chsten und die kommenden Generationen m\u00fcssen gesch\u00fctzt werden.\u00a0Das sind die Leitplanken von\u00a0Kirche und Diakonie,\u00a0diesen Weg als Mitverantwortliche mitzugehen und mitzugestalten.\u201c<\/p>\n<p>Die notwendige Reform des Sozialstaates erfordere in erster Linie Ehrlichkeit von allen Seiten sowie die Bereitschaft, die jeweiligen Interessen der anderen auch h\u00f6ren zu wollen, um so gemeinsam zu L\u00f6sungen zu kommen, so Bisch\u00f6fin Fehrs in ihrer Johannisrede. Die entscheidende soziale Kraft liege letztlich in der gelebten Gemeinschaft sowie in den pers\u00f6nlichen Beziehungen vor Ort. Dort entstehe Zugeh\u00f6rigkeit, dort wachse Solidarit\u00e4t und dort werde es m\u00f6glich, \u201eeinander N\u00e4chste zu sein\u201c.<\/p>\n<p>Der Johannisempfang der EKD bringt j\u00e4hrlich Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kirchen, Zivilgesellschaft und \u00d6ffentlichkeit zum Austausch \u00fcber aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zusammen. Gastredner des Abends war Bundesau\u00dfenminister Johann Wadephul.<\/p>\n<p><strong>Hinweise:<\/strong><\/p>\n<p>Die Rede der EKD-Ratsvorsitzenden ist nach Ablauf der Sperrfrist im Wortlaut abrufbar unter\u00a0 www.ekd.de\/johannisempfang2026<\/p>\n<p>Der Zwischenruf der Evangelischen Sozialkommission steht online unter www.ekd.de\/zwischenruf-sozialstaat<\/p>\n<p>Pressestelle der EKD<br \/>Carsten Splitt<br \/>\u00a0<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>24.06.2026 Pressemitteilung Ratsvorsitzende h\u00e4lt Berliner Johannisrede vor rund 400 G\u00e4sten aus Politik, Kirche und Gesellschaft Evangelische Sozialkommission ver\u00f6ffentlicht Zwischenruf zum<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":9429,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9428"}],"collection":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9428"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9428\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9430,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9428\/revisions\/9430"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9429"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9428"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9428"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9428"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}