{"id":9445,"date":"2026-06-29T11:59:40","date_gmt":"2026-06-29T11:59:40","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2026\/06\/29\/exklusive-momente-das-ja-wort-in-der-kneipe-und-an-der-bahnschranke-ekd\/"},"modified":"2026-06-29T11:59:41","modified_gmt":"2026-06-29T11:59:41","slug":"exklusive-momente-das-ja-wort-in-der-kneipe-und-an-der-bahnschranke-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2026\/06\/29\/exklusive-momente-das-ja-wort-in-der-kneipe-und-an-der-bahnschranke-ekd\/","title":{"rendered":"Exklusive Momente: Das Ja-Wort in der Kneipe und an der Bahnschranke \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div>\n<p>Bonn (epd). Sie war nie in der Kirche, er ist aus der katholischen Kirche ausgetreten: Nach 16 Jahren Partnerschaft und zwei Jahren Ehe geben sich Katja (62) und Tom (60) in der Bonner Kultkneipe \u201eDie Wache\u201c erneut das Ja-Wort und lassen sich evangelisch segnen. \u201eWir haben \u00fcber Social Media von der Aktion &#8218;einfach heiraten&#8216; erfahren\u201c, sagt die \u201etotal gl\u00fcckliche\u201c Katja nach der sehr pers\u00f6nlichen Zeremonie am Freitagabend in dem prallvollen Lokal. \u201eWir wohnen um die Ecke und es ist die Stammkneipe meines Mannes. Das ist genau unser Ding. Ich habe volle Liebe gesp\u00fcrt.\u201c<\/p>\n<p>Katjas Partner Tom wusste vorher nicht, worauf er sich einl\u00e4sst &#8211; und ist am Ende begeistert: \u201eSpontan einen Bibelspruch aussuchen und ein Lied w\u00e4hlen. Und dann war ich \u00fcberrascht, wie einfach das geht. Es war wunderbar.\u201c Neben Katja und Tom werden drei weitere Paare gesegnet, gefeiert wird in der Kneipe bis tief in die Nacht.<\/p>\n<h3><strong style=\"font-weight:bold\">Mit Gott f\u00e4hrt man besser<\/strong><\/h3>\n<p>Gut drei Kilometer entfernt stehen an diesem Tag die seit 32 Jahren verheirateten Eheleute Hella und Arndt Fischer, beide Anfang 60, an einem Bahn\u00fcbergang. Sie lassen sich direkt vor der geschlossenen Schranke segnen, der Hund darf auch dabei sein. Wartende Passanten verfolgen interessiert die Zeremonie in der belebten \u00d6ffentlichkeit: ein Gebet, eine kurze Ansprache der Pfarrerin im Talar, der Segen und ein Lied.<\/p>\n<p>\u201eLeben bewegt sich, wie ein Zug, der f\u00e4hrt\u201c, sagt Arndt Fischer zu dem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Ort, den sich das Paar gew\u00e4hlt hat. \u201eAuch das Leben ist ein Zug und man muss unterwegs bleiben, mobil. Und mit Gott f\u00e4hrt man besser.\u201c Das Paar kennt sich aus Studentenzeiten in der Bonner S\u00fcdstadt. \u201eDiesen Lebensraum f\u00fcr junge Menschen mit den Kneipen und Parks wollten wir jetzt wieder aufsuchen und uns noch einmal so wie am Anfang f\u00fchlen und dabei nach vorne gucken\u201c, verr\u00e4t Hella Fischer.<\/p>\n<h3><strong style=\"font-weight:bold\">Ein unvergesslicher Augenblick<\/strong><\/h3>\n<p>An etwa 370 Orten in Deutschland lassen sich bei der diesj\u00e4hrigen Aktion \u201eeinfach heiraten\u201c Paare rund um den 26.6.26 segnen oder kirchlich trauen &#8211; mit Anmeldung oder auch spontan. Veranstalter der Aktion, die 2023 aus der Taufe gehoben wurde, sind die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und zw\u00f6lf Landeskirchen. Wegen der Rekordhitze um 40 Grad werden einige Veranstaltungen unter freiem Himmel in Kirchen verlegt, weil es dort k\u00fchler ist. In Bonn ist die Schlosskirche besonders beliebt, auch im Botanischen Garten sind die Temperaturen ertr\u00e4glich.<\/p>\n<p>Einen besonderen Ort haben auch die 24-j\u00e4hrige Alivah und ihr 25-j\u00e4hriger Partner Torben gew\u00e4hlt. Die beiden Lehramts-Studierenden der Uni Bonn wollen in zwei Monaten standesamtlich heiraten und klettern mit einem Pfarrer hoch auf den Turm der Kreuzkirche, die evangelische Stadtkirche in Bonn. \u201eGlaube und Gott sind uns ganz wichtig, aber eine klassische Trauung passt bei uns gerade nicht und die bekommen wir auch nicht organisiert\u201c, sagt Alivah. \u201eDaher ist es ein wunderbares Angebot, uns vorher segnen zu lassen.\u201c Das sei ihnen sehr wichtig und \u201eviel mehr als nur ein Probelauf f\u00fcrs Standesamt\u201c. Das Ja-Wort auf dem Turm ist f\u00fcr das junge Paar ein unvergesslicher und ber\u00fchrender Augenblick.<\/p>\n<h3><strong style=\"font-weight:bold\">Erg\u00e4nzung zur klassischen Trauung<\/strong><\/h3>\n<p>\u201eWir haben viele Menschen erreicht, die aus welchen Gr\u00fcnden auch immer keine klassische kirchliche Trauung feiern wollen und sich doch Segen und Zuspruch w\u00fcnschen\u201c, bilanziert der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Bonn, Dietmar Pistorius, die Aktion. Das Format \u201eeinfach heiraten\u201c sei daher eine sinnvolle Erg\u00e4nzung zur klassischen Trauung.<\/p>\n<p>Angemeldet waren f\u00fcr die Veranstaltungen am Freitag in Bonn 30 Paare. Am Ende seien doppelt so viele gekommen, sagt Pressepfarrer Joachim Gerhardt. \u201eDas starke Feedback ermutigt uns als Kirche, mit unseren Angeboten rauszugehen zu den Menschen und nicht zu warten, dass sie zu uns kommen\u201c, betont er und k\u00fcndigt an: \u201eWir werden das Angebot sicher wiederholen.\u201c<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Lesen Sie dazu gerne die EKD-Pressemitteilung.<\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bonn (epd). 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