{"id":9474,"date":"2026-07-13T15:01:34","date_gmt":"2026-07-13T15:01:34","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2026\/07\/13\/mit-19-jahren-bei-der-flughafenseelsorge-ekd\/"},"modified":"2026-07-13T15:01:35","modified_gmt":"2026-07-13T15:01:35","slug":"mit-19-jahren-bei-der-flughafenseelsorge-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2026\/07\/13\/mit-19-jahren-bei-der-flughafenseelsorge-ekd\/","title":{"rendered":"Mit 19 Jahren bei der Flughafenseelsorge \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div>\n<p>Frankfurt a.M. (epd). Er ist gerne am Flughafen und es macht ihm Freude, anderen zu helfen. Als Teil der Evangelischen Flughafenseelsorge hat Constantin Braun das f\u00fcr sich \u201eperfekte Ehrenamt\u201c gefunden, betont er gegen\u00fcber dem Evangelischen Pressedienst (epd). Dass er mit 19 Jahren noch recht jung sei f\u00fcr die Seelsorge, kommentiert er nur mit einem Schulterzucken. Man d\u00fcrfe das nicht \u00fcberbewerten, sagt er. Manchmal gehe es nur darum, jemandem den Weg zum richtigen Flugsteig zu zeigen. Wenn aber deshalb jemand seinen Flug noch erwischt, habe er das sch\u00f6ne Gef\u00fchl, etwas Gutes getan zu haben, sagt der junge Mann.<\/p>\n<p>Braun geh\u00f6rt zu einem Team von rund 25 Ehrenamtlichen in der Evangelischen Flughafenseelsorge auf Rhein-Main. Das Team sei mit einer Altersspanne von 18 Jahren bis Ende 60, Berufsgruppen von der Reinigungskraft bis zur Therapeutin und aus verschiedenen L\u00e4ndern stammend, erfreulich divers, sagt Pfarrerin Bettina Kl\u00fcnemann. Das sei ein gro\u00dfer Vorteil, um mit den ebenso unterschiedlichen Passagieren und Mitarbeitenden auf dem Flughafen in Kontakt zu kommen. Auch die vielen verschiedenen Sprachkenntnisse seien ein gro\u00dfer Vorteil.<\/p>\n<h3><strong style=\"font-weight:bold\">Individuelle Vorbereitung auf die Arbeit<\/strong><\/h3>\n<p>Wer neu einsteigt, muss zun\u00e4chst eine Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfung absolvieren und einen Flughafenausweis bekommen. Das ist nach den Worten der Pfarrerin notwendig, weil die Ehrenamtlichen auch im Transitbereich und auf dem Vorfeld zu tun haben.<\/p>\n<p>Eine Art Einsteigerkurs f\u00fcr alle gibt es nicht. \u201eWir schauen, was die Einzelnen mitbringen\u201c, schildert Kl\u00fcnemann. Einem Psychotherapeuten brauche sie beispielsweise nichts \u00fcber Gespr\u00e4chsf\u00fchrung zu erkl\u00e4ren. Deshalb bietet die Flughafenseelsorge Module zu verschiedenen Themen wie etwa interkultureller Kommunikation, Umgang mit Demenz oder auch Deeskalation an, die individuell besucht werden k\u00f6nnen. Einige lie\u00dfen sich zu Notfallseelsorgern ausbilden, weil sie am Flughafen h\u00e4ufig mit traumatisierten Menschen zu tun h\u00e4tten.<\/p>\n<h3><strong style=\"font-weight:bold\">Flugangst, seelische N\u00f6te oder Suche nach der Raucherecke<\/strong><\/h3>\n<p>Constantin Braun tr\u00e4gt eine gelbe Warnweste mit der Aufschrift \u201eFlughafenseelsorge\u201c wenn er auf dem Rhein-Main-Airport seine \u00fcbliche Runde dreht. In der Regel w\u00fcrden er und seine Kollegen und Kolleginnen angesprochen. Mache jemand einen hilfsbed\u00fcrftigen Eindruck, gehe die Initiative auch schon mal von ihm aus. Die Spanne dessen, was er bislang erlebt hat, reiche \u201evon der Frage nach dem Weg zur Raucherecke bis zu Flugangst oder anderen seelischen N\u00f6ten\u201c.<\/p>\n<p>Wenn es um tiefergehende Gespr\u00e4che geht, \u00fcbernehme eine Pfarrperson. Was er leisten k\u00f6nne, sei zuh\u00f6ren und versuchen, \u201edie Menschen zum Durchatmen zu bringen\u201c, erz\u00e4hlt er.<\/p>\n<p>Ungew\u00f6hnlich sei k\u00fcrzlich die Begegnung mit einem 14-j\u00e4hrigen M\u00e4dchen gewesen. Sie war von zu Hause weggelaufen, am Flughafen gelandet und von Mitarbeitern einer Fluggesellschaft zur Seelsorge gebracht worden. Dort haben Mitarbeiter herausgefunden, wer ihr weiterhelfen kann. Solange das M\u00e4dchen da war, habe Constantin sich um sie gek\u00fcmmert und wohltuende Ruhe ausgestrahlt, erinnert sich die hauptamtliche Mitarbeitende Stefanie Roth.<\/p>\n<h3><strong style=\"font-weight:bold\">Ehrenamtliche entscheiden, wann und wie oft sie arbeiten wollen<\/strong><\/h3>\n<p>Braun studiert im zweiten Semester Psychologie in Frankfurt. Am Flughafen hilft er mal ein paar Stunden pro Woche, mal einmal im Monat. Wie die anderen Ehrenamtlichen auch tr\u00e4gt er seine Arbeitszeiten einfach in den digitalen Kalender der Flughafenseelsorge ein.<\/p>\n<p>Ehrenamtlich ist Constantin Braun seit seinem 14. Lebensjahr f\u00fcr die Kirche aktiv. Nach seiner Konfirmation habe er zun\u00e4chst bei der Jugendarbeit mitgemacht. \u201eSp\u00e4ter habe ich eine gr\u00f6\u00dfere Herausforderung gesucht\u201c, f\u00fcgt er hinzu. Nach dem Abi hat Constantin Braun vier Monate Vollzeit f\u00fcr den Terminal-Service gearbeitet \u201eund dabei den Flughafen und ein paar Leute kennengelernt, das hilft mir jetzt sehr\u201c, betont der 19-J\u00e4hrige.<\/p>\n<p>Weil er die Aufgabe bei der Flughafenseelsorge so gerne macht, habe er zu Hause viel davon geschw\u00e4rmt. Sein Zwillingsbruder steige jetzt auch ein, erz\u00e4hlt er grinsend.<\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frankfurt a.M. (epd). Er ist gerne am Flughafen und es macht ihm Freude, anderen zu helfen. Als Teil der Evangelischen<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":9475,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9474"}],"collection":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9474"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9474\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9476,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9474\/revisions\/9476"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9475"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9474"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9474"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9474"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}