{"id":9566,"date":"2026-08-26T14:30:50","date_gmt":"2026-08-26T14:30:50","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2026\/08\/26\/das-neue-gesangbuch-soll-ein-begleiter-im-alltag-werden-ekd\/"},"modified":"2026-08-26T14:30:51","modified_gmt":"2026-08-26T14:30:51","slug":"das-neue-gesangbuch-soll-ein-begleiter-im-alltag-werden-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2026\/08\/26\/das-neue-gesangbuch-soll-ein-begleiter-im-alltag-werden-ekd\/","title":{"rendered":"\u201eDas neue Gesangbuch soll ein Begleiter im Alltag werden\u201c \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div>\n<p><strong>Besonders gro\u00df ist die Zustimmung bei den 14- bis 49-J\u00e4hrigen. Was sagt Ihnen das nicht nur \u00fcber die Zukunftsf\u00e4higkeit des Gesangbuchs, sondern der Sing- und Gottesdienstkultur \u00fcberhaupt?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bauer<\/strong>: Wir brauchen ein Gesangbuch, das ca. 40 Jahre tr\u00e4gt \u2013 das war immer unsere Zielsetzung. Wenn die Altersgruppe, die in dieser Zeit Verantwortung \u00fcbernehmen und das kirchliche Leben gestalten wird, die Konzeption so gut bewertet, st\u00fctzt das unser Konzept eines Generationenbuches. Dass die Jugend singt und sich f\u00fcr Gottesdienst und Kirchenmusik interessiert, ist f\u00fcr mich keine neue Erkenntnis. Die Art der musikalischen Bindung an die Kirche ist aber vielf\u00e4ltiger geworden. Sie passiert nicht mehr nur in Sonntagsgottesdienst oder Kantorei, sondern auch in Projektch\u00f6ren, Bands, Jugend- und Kinderch\u00f6ren. Diese Vielf\u00e4ltigkeit wird durch das neue Gesangbuch gest\u00e4rkt. Es kann aber nur ein Impuls sein, der die Richtung aufzeigt. Ich sehe es als Arbeitsauftrag, dranzubleiben an j\u00fcngeren Generationen und sie weiter einzubinden. Dieser Auftrag gilt f\u00fcr die ganze Kirche.<\/p>\n<p><strong>Das Ergebnis der Erprobungsphase vermittelt sicher einen guten Einblick, wie die Zielgruppen in den Gemeinden ticken. Gibt es da \u00dcberraschungen, Dinge, die Sie bisher nicht auf dem Schirm hatte<\/strong>n?<\/p>\n<p><strong>Bauer:<\/strong>\u00a0Es gibt f\u00fcr mich mehrere unerwartete und interessante Aspekte. Zum Beispiel, dass die kritischste Zielgruppe Pfarrpersonen im Ruhestand sind. Menschen, die intensiv mit dem aktuellen EG gearbeitet haben, teilweise noch sehr aktiv sind und viel in ihren Gemeinden bewirken. Wir m\u00fcssen sie vielleicht mehr als bisher im Blick behalten und mitnehmen. Bei der Frage der passenden Tonh\u00f6hen sind die hauptberuflichen Kirchenmusiker*innen besonders kritisch. Die Nebenamtlichen sehen das teilweise ganz anders. Da gibt es enorme Unterschiede. Diese Aspekte werden wir bei der Weiterentwicklung des Gesangbuchs ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p><strong>Kritik im Detail gibt es durchaus \u2013 bei den Tonh\u00f6hen, aber auch bei Liedauswahl, Eingriffen in Melodien und Texte, Papierqualit\u00e4t und Lesbarkeit. Wie gehen sie damit um?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bauer:<\/strong> Ich nehme die Kritik erstmal wahr als R\u00fcckmeldungen einer vielf\u00e4ltigen Zielgruppe. Nach dem Motto: \u201eWenn das Gesangbuch genau f\u00fcr uns gemacht worden w\u00e4re, dann h\u00e4tten wir das und das gerne anders gehabt.\u201c Jetzt gilt es, diese R\u00fcckmeldungen sorgf\u00e4ltig einzuordnen und abzuw\u00e4gen. Denn es ist nicht so, dass jede Kritik eindeutig w\u00e4re, sie widerspricht sich zum Teil. Gitarristen wollen Tonarten mit Kreuzvorzeichen, Bl\u00e4ser bevorzugen B-Tonarten. Manchen ist noch zu viel Altes enthalten, f\u00fcr andere zu viel Neues. Die einen wollen mehr kirchlich-gepr\u00e4gte Sprache, die anderen genau das Gegenteil. Das hei\u00dft, es w\u00e4re zu einfach zu sagen: Wir h\u00f6ren die Kritik an und machen das, was uns die Kritik sagt. Ich bin froh, dass uns die Evangelische Arbeitsstelle MIDI wissenschaftlich begleitet und uns hilft, das Ganze einzuordnen. Die Kritikpunkte werden in den Fachaussch\u00fcssen beraten und kommen dann in die Gesangbuchkommission, die dann dar\u00fcber beschlie\u00dft. In dem 70-k\u00f6pfigen Gremium sitzen Professoren neben Studierenden und Engagierten aus der Kinderkirche. Die gro\u00dfe Vielfalt geht von der Erprobungsphase also weiter in die Einarbeitung der Ergebnisse.<\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besonders gro\u00df ist die Zustimmung bei den 14- bis 49-J\u00e4hrigen. 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