{"id":9612,"date":"2026-09-11T14:27:18","date_gmt":"2026-09-11T14:27:18","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2026\/09\/11\/ekd-ratsvorsitzende-zu-rosch-ha-schana-ekd\/"},"modified":"2026-09-11T14:27:19","modified_gmt":"2026-09-11T14:27:19","slug":"ekd-ratsvorsitzende-zu-rosch-ha-schana-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2026\/09\/11\/ekd-ratsvorsitzende-zu-rosch-ha-schana-ekd\/","title":{"rendered":"EKD-Ratsvorsitzende zu Rosch ha-Schana \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div>\n<p>Berlin (epd). Zum j\u00fcdischen Neujahrsfest haben Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier, die EKD-Ratsvorsitzende, Bisch\u00f6fin Kirsten Fehrs, und weitere Vertreter von Religionsgemeinschaften zu mehr Engagement gegen Judenhass aufgerufen. \u201eEs ist besch\u00e4mend und darf uns niemals ruhen lassen, wenn J\u00fcdinnen und Juden in Deutschland Anfeindungen auf der Stra\u00dfe oder in Universit\u00e4ten ausgesetzt sind, wenn sie bedroht, beschimpft oder gar angegriffen werden\u201c, hei\u00dft es in dem am Donnerstag verbreiteten Schreiben von Steinmeier.<\/p>\n<p>Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, sicherte in ihrer Gru\u00dfbotschaft zum Neujahrsfest ihre Solidarit\u00e4t zu. \u201eEntschieden und mit vereinten Kr\u00e4ften setzen wir uns als Kirche f\u00fcr ein freies, sichtbares und sicheres Leben j\u00fcdischer Menschen in Deutschland ein\u201c, schrieb sie.<\/p>\n<p>Nach dem Wahlsieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gelte ihre gro\u00dfe Sorge der j\u00fcdischen Gemeinschaft. \u201eJede Form von Antisemitismus, jede Bedrohung, jede Relativierung j\u00fcdischer Sicherheit ist auch ein Angriff auf unsere menschenrechtsorientierte Demokratie und widerspricht unserem christlichen Selbstverst\u00e4ndnis und unserer Verantwortung in diesem Land\u201c, schrieb Fehrs.<\/p>\n<p>Bundespr\u00e4sident Steinmeier erkl\u00e4rte, Deutschland trage eine besondere historische Verantwortung f\u00fcr den Schutz j\u00fcdischen Lebens. \u201eIch w\u00fcnsche mir, dass die gesamte Gesellschaft diese Verantwortung versteht, mit Entschiedenheit wahrnimmt und f\u00fcr diesen Schutz eintritt, damit J\u00fcdinnen und Juden nie mehr dar\u00fcber nachdenken m\u00fcssen, ob sie anderswo sicherer w\u00e4ren\u201c, schrieb er. Man m\u00fcsse alles daran setzen, \u201eden unertr\u00e4glichen und weiter wachsenden Antisemitismus hier in Deutschland und auch in Europa zu bek\u00e4mpfen\u201c.<\/p>\n<p>Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, verwies auf das aktuelle Lagebild der j\u00fcdischen Gemeinden in Deutschland. Dieses zeige, dass der massiv angestiegene Antisemitismus den Alltag vieler J\u00fcdinnen und Juden in Deutschland schwer belaste. \u201eDer Antisemitismus zeigt sich heute offen &#8211; auf Stra\u00dfen und Pl\u00e4tzen, in den sozialen Medien und politischen Debatten &#8211; und sucht dabei Anschluss an die Mitte der Gesellschaft\u201c, sagte Wilmer laut Mitteilung der Bischofskonferenz. Zudem n\u00e4hmen die j\u00fcdischen Gemeinden in ersch\u00fctterndem Ausma\u00df eine Abnahme an Solidarit\u00e4t aus der Zivilgesellschaft wahr. \u201eDiese Entwicklungen k\u00f6nnen und d\u00fcrfen wir nicht hinnehmen\u201c, sagte der Bischof von M\u00fcnster in seiner Botschaft an den Zentralrat der Juden in Deutschland.<\/p>\n<p>Der M\u00fcnsteraner Bischof Wilmer betonte, Schweigen k\u00f6nne angesichts von Ausgrenzung und Bedrohung keine Haltung sein. \u201eAusdr\u00fccklich m\u00f6chte ich deshalb den j\u00fcdischen Gemeinden in Deutschland unsere bleibende besondere Verbundenheit zusichern: Wir stehen an Ihrer Seite\u201c, hie\u00df es in seiner Gru\u00dfbotschaft.<\/p>\n<p>Das Neujahrsfest erinnert J\u00fcdinnen und Juden an den Bund zwischen Gott und dem Volk Israel. In diesem Jahr beginnt es am Freitagabend und endet am Sonntag. Anschlie\u00dfend beginnen zehn Bu\u00dftage, die mit dem wichtigsten j\u00fcdischen Feiertag Jom Kippur, dem Vers\u00f6hnungstag, enden.<\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin (epd). 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