{"id":9638,"date":"2026-09-27T19:13:05","date_gmt":"2026-09-27T19:13:05","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2026\/09\/27\/vielfaltsfest-und-oekumenischer-gottesdienst-zur-eroeffnung-der-interkulturellen-woche-ekd\/"},"modified":"2026-09-27T19:13:06","modified_gmt":"2026-09-27T19:13:06","slug":"vielfaltsfest-und-oekumenischer-gottesdienst-zur-eroeffnung-der-interkulturellen-woche-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2026\/09\/27\/vielfaltsfest-und-oekumenischer-gottesdienst-zur-eroeffnung-der-interkulturellen-woche-ekd\/","title":{"rendered":"Vielfaltsfest und \u00f6kumenischer Gottesdienst zur Er\u00f6ffnung der Interkulturellen Woche \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n<p>Hannover\/Leipzig (27. September 2026). Mit einem \u00f6kumenischen Gottesdienst sowie einem Fest unter dem Motto \u201eLeipzig feiert Vielfalt\u201c mit buntem B\u00fchnenprogramm ist heute (27. September 2026) in Leipzig die Interkulturelle Woche (IKW) 2026 er\u00f6ffnet worden. Dieser Auftakt war der offizielle Start f\u00fcr die bundesweite Aktionswoche. Bis zum 4. Oktober \u2013 und an vielen Orten auch noch dar\u00fcber hinaus \u2013 werden in \u00fcber 750 St\u00e4dten, Gemeinden und Landkreisen rund 6.000 Veranstaltungen stattfinden. Damit ist die IKW eine der gr\u00f6\u00dften zivilgesellschaftlichen Initiativen in Deutschland, die sich f\u00fcr Vielfalt, Demokratie, Menschenrechte und das gute Zusammenleben aller Menschen einsetzt.<\/p>\n<p>Dr. Beate Str\u00e4ter, die Vorsitzende des \u00d6kumenischen Vorbereitungsausschusses zur Interkulturellen Woche, richtete in ihrem Gru\u00dfwort den Fokus auf die vielen Aktiven, die im ganzen Land Interkulturelle Wochen organisieren: \u201eSie engagieren sich nicht nur in dieser Woche, sondern auch im Rest des Jahres stetig und unerm\u00fcdlich: F\u00fcr ein friedliches Zusammenleben, f\u00fcr den Schutz unserer Demokratie, f\u00fcr den Schutz von Menschen, die von Rassismus, Antisemitismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit betroffen sind.\u201c Es m\u00fcsse nun darum gehen, \u201edass wir unsere Verbindungen und Netzwerke noch viel mehr st\u00e4rken, dass wir f\u00fcreinander einstehen und auch ganz konkrete Hilfe leisten, wo das n\u00f6tig ist, dass wir uns gemeinsam wehren, wenn Menschenrechtsarbeit und Einsatz f\u00fcr die Demokratie zerst\u00f6rt werden soll. Dass wir alles \u00f6ffentlich machen und dokumentieren.\u201c Str\u00e4ter endete mit Blick auf die Feierlichkeiten in Leipzig hoffnungsvoll: \u201eEs gibt nichts Besseres gegen den Hass, als ein Fest zu feiern, bei dem die Freude und die Freundlichkeit, das Miteinander sp\u00fcrbar und sichtbar werden.\u201c<\/p>\n<p>Dr. Skandi Jaennicke, Kulturb\u00fcrgermeisterin von Leipzig, sagte zum bundesweiten IKW-Slogan \u201edaf\u00fcr!\u201c: \u201eDas ist ein ziemlich kluges Motto. Denn wir leben gerade in einer Zeit, in der sehr viel dar\u00fcber gesprochen wird, wogegen man ist. Da ist ein einfaches Wort wie \u201adaf\u00fcr\u2018 fast schon eine kleine politische Zumutung. Denn \u201adaf\u00fcr\u2018 verlangt eine Antwort, mit der man sich selbst ein St\u00fcck offenbaren muss: Wof\u00fcr bist du eigentlich? In Leipzig haben wir in diesem Jahr 98\u00a0Antworten darauf. 98\u00a0Veranstaltungen in vier Wochen \u2013 und jede einzelne ist ein kleines \u201adaf\u00fcr\u2018. Daf\u00fcr, dass Menschen zusammenkommen. Daf\u00fcr, dass wir einander kennenlernen. Daf\u00fcr, dass Unterschiede nicht verschwinden m\u00fcssen, damit Zusammenhalt entsteht.\u201c<\/p>\n<p>Stellvertretend f\u00fcr die 50\u00a0Veranstaltenden und die fast 100\u00a0Events, die im Rahmen der IKW in Leipzig stattfinden, pr\u00e4sentierten sich auf dem Vielfaltsfest 25\u00a0Akteure auf dem Thomaskirchhof in der Innenstadt und \u00f6ffneten einen Raum f\u00fcr Begegnungen \u00fcber kulturelle und sprachliche Grenzen hinweg: Vereine, Initiativen, Religionsgemeinschaften und St\u00e4dtepartnerschaftsvereine mit Informationsst\u00e4nden, Mitmachangeboten und kulinarischen Spezialit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Am \u00f6kumenischen Er\u00f6ffnungsgottesdienst in der Thomaskirche nahmen unter anderem Oberlandeskirchenrat Dr. Thilo Daniel von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Bischof em. Heinrich Timmerevers vom Bistum Dresden-Mei\u00dfen und Bischof Emmanuel von Christoupolis von der Griechisch-Orthodoxen Metropolie teil.<\/p>\n<p>Oberlandeskirchenrat Dr. Thilo Daniel sagte in seiner Begr\u00fc\u00dfung: \u201eWir leben im Pro und Contra. Selten findet sich ein Konsens. Heute begegnen wir uns in einem Daf\u00fcr-Gottesdienst. Das freut mich. ,Daf\u00fcr\u2018, da bin ich daf\u00fcr. Um zu wissen, was nicht gut ist, ist es hilfreich zu fragen: Wof\u00fcr sind wir? Als Jesu nach dem wichtigsten Gebot gefragt wird, gelingt es ihm zu sagen, was im Mittelpunkt steht ohne auszuschlie\u00dfen. Daf\u00fcr ist inklusiv. Daf\u00fcr verbindet.\u201c<\/p>\n<p>Bischof em. Heinrich Timmerevers ging in seiner Predigt auf die allgemeine Verunsicherung ein, die sich in Zeiten von Krisen und Kriegen breitmache. Sie verhelfe einfachen S\u00e4tzen und scheinbar eindeutigen Schuldigen zu einer Konjunktur und beg\u00fcnstige ein \u201eDagegen\u201c oder ein \u201eIch zuerst. Vielleicht noch: Wir zuerst\u201c. Bischof Timmerevers hob hervor: \u201eDann ist die Grenze schnell gezogen. Hier wir. Dort die anderen. Den eigenen Wohlstand sichern. Grenzen hochziehen. Menschen nach Herkunft, Religion oder Nutzen einteilen. Manchen sogar ihre W\u00fcrde absprechen. Auch das scheint heute wieder salonf\u00e4hig zu sein.\u201c<\/p>\n<p>Jesus hingegen lege in den Seligpreisungen sein eigenes \u201edaf\u00fcr\u201c vor. \u201eEr ist daf\u00fcr, dass Menschen Frieden stiften. Er ist daf\u00fcr, dass Menschen nach Gerechtigkeit hungern und d\u00fcrsten. Er ist daf\u00fcr, dass Barmherzigkeit nicht als Schw\u00e4che, sondern St\u00e4rke gilt. Er ist daf\u00fcr, dass Sanftmut st\u00e4rker sein kann als Aggression\u201c, so Bischof Timmerevers. Sich dies zu eigen zu machen, betonte der emeritierte Bischof von Dresden-Mei\u00dfen, hei\u00dfe f\u00fcr den Einzelnen, \u201eernst zu machen\u201c und eine Haltung zu entwickeln, den Anderen nicht als Konkurrenten, als Fremden oder als Problem zu sehen, sondern als \u201eeinen Menschen, dessen W\u00fcrde genauso unantastbar ist wie meine eigene. Das ver\u00e4ndert nicht von heute auf morgen die ganze Welt. Aber es ver\u00e4ndert die Welt, in der ich lebe. Vielleicht beginnt Ver\u00e4nderung genau dort.\u201c<\/p>\n<p>Die musikalische Gestaltung \u00fcbernahmen Thomasorganist Johannes Lang und das Ensemble Kl\u00e4nge der Hoffnung. Vertreterinnen und Vertreter weiterer Religionsgemeinschaften sprachen Gru\u00dfworte. Den schwungvollen Schlusspunkt der Feierlichkeiten setzte die Band Batiar Gang mit ihrem Konzert auf dem Thomaskirchhof.<\/p>\n<p>Im diesj\u00e4hrigen Gemeinsamen Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche warnen der Vorsitzende der Deutschen Bischofkonferenz, Bischof Dr. Heiner Wilmer, die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bisch\u00f6fin Kirsten Fehrs, und der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofkonferenz in Deutschland, Metropolit Augoustinos, vor einer Schw\u00e4chung demokratischer Strukturen, dem Verlust von Solidarit\u00e4t und einer zunehmenden Ausgrenzung von Menschen: \u201eGerade jetzt gilt es, klar Haltung zu zeigen, Menschenw\u00fcrde zu sch\u00fctzen und sich nicht bange machen zu lassen. Christlicher Glaube hei\u00dft, an der Seite der Schwachen und Schutzsuchenden zu stehen \u2013 unabh\u00e4ngig davon, woher sie kommen oder warum sie fliehen mussten.\u201c<\/p>\n<p>Alle Informationen rund um den Auftakt sowie Fotos zur redaktionellen Verwendung (ab Sonntagabend) finden Sie im Pressebereich auf der Internetseite der Interkulturellen Woche.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund:<\/strong><\/p>\n<p>Die bundesweite Interkulturelle Woche (IKW) findet seit 1975 immer Ende September statt. Sie wird unterst\u00fctzt und mitgetragen von Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverb\u00e4nden, Gewerkschaften, Integrationsbeir\u00e4ten und -beauftragten, Vereinen, Bildungstr\u00e4ger:innen, Migrant:innenorganisationen, Religionsgemeinschaften und Initiativgruppen. In \u00fcber 750\u00a0St\u00e4dten und Gemeinden werden rund\u00a06.000 Veranstaltungen durchgef\u00fchrt. Der \u201eTag des Fl\u00fcchtlings\u201c, dieses Jahr am\u00a02.\u00a0Oktober\u00a02026, ist Bestandteil der Aktionswoche. Die IKW ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Das Motto f\u00fcr 2026 lautet \u201edaf\u00fcr!\u201c. Weitere Informationen im Internet unter www.interkulturellewoche.de.<\/p>\n<p><strong>Pressekontakt:<\/strong><br \/>Steffen Blatt<br \/>Referent f\u00fcr \u00d6ffentlichkeitsarbeit<br \/>Tel.: 069 \/ 900196-29 (auch am Sonntag erreichbar)<br \/>E-Mail: s.blatt@interkulturellewoche.de<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Pressestelle der EKD<br \/>Annika Lukas<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover\/Leipzig (27. September 2026). 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