{"id":9746,"date":"2026-11-07T19:03:18","date_gmt":"2026-11-07T19:03:18","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2026\/11\/07\/fragen-und-antworten-zum-digitalen-nachlass-ekd\/"},"modified":"2026-11-07T19:03:20","modified_gmt":"2026-11-07T19:03:20","slug":"fragen-und-antworten-zum-digitalen-nachlass-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2026\/11\/07\/fragen-und-antworten-zum-digitalen-nachlass-ekd\/","title":{"rendered":"Fragen und Antworten zum digitalen Nachlass \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div>\n<p>E-Mails, Profile in sozialen Netzwerken, Online-Vertr\u00e4ge: Wer fr\u00fchzeitig regelt, was im Todesfall damit geschehen soll, erspart Angeh\u00f6rigen unangenehme \u00dcberraschungen. Worauf es bei Daten, Vollmachten und Passwortlisten ankommt.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<div id=\"\">\n<p>Wer im Internet aktiv ist, hinterl\u00e4sst zahlreiche Spuren, darunter Fotos, Benutzerkonten, Abonnements und pers\u00f6nliche Daten. Stirbt ein Mensch oder kann er seine Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln, stehen Hinterbliebene oft vor verschlossenen Zug\u00e4ngen und weiterlaufenden Kosten. F\u00fcnf Fragen und Antworten zum digitalen Erbe.<\/p>\n<h3>Was geh\u00f6rt zum digitalen Nachlass?<\/h3>\n<p>Nach Angaben der Verbraucherzentrale Niedersachsen z\u00e4hlen zum digitalen Nachlass s\u00e4mtliche Daten, Benutzerkonten und Vertr\u00e4ge, die eine Person auf digitalen Ger\u00e4ten oder im Internet hinterl\u00e4sst. Dazu geh\u00f6ren materielle Werte wie Hardware, Datentr\u00e4ger und digitale Verm\u00f6genswerte sowie Zug\u00e4nge zu Online-Bankkonten, aber auch Vertr\u00e4ge \u00fcber Streaming-Dienste oder Kundenkonten bei Online-Shops. Die meisten Menschen w\u00fcssten gar nicht, \u00fcber wie viele digitale Konten sie verf\u00fcgen, sagte Kathrin Bartsch, Rechtsexpertin und Referentin f\u00fcr Digitales bei der Verbraucherzentrale. \u201eEs lohnt sich, eine Liste anzufertigen und potenziellen Nachlassverwaltern zug\u00e4nglich zu machen.\u201c<\/p>\n<p>Zum immateriellen Nachlass geh\u00f6ren E-Mail-Postf\u00e4cher, Chatverl\u00e4ufe bei Messengern, Fotos und Profile in sozialen Netzwerken. Bestimmte pers\u00f6nliche Nutzungsrechte wie Vertr\u00e4ge \u00fcber E-Books oder Spiele-Accounts sind laut dem gemeinn\u00fctzigen Portal Finanztip in der Regel nicht vererbbar und enden mit dem Tod.<\/p>\n<h3>Wer erbt die Daten und Vertr\u00e4ge?<\/h3>\n<p>Der digitale Nachlass geht grunds\u00e4tzlich vollst\u00e4ndig auf die gesetzlichen oder testamentarisch bestimmten Erbinnen und Erben \u00fcber. Nach einem Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs vom 12. Juli 2018 (Az. III ZR 183\/17) gilt f\u00fcr das digitale Erbe das Erbrecht des B\u00fcrgerlichen Gesetzbuchs. Vertr\u00e4ge gehen auf die Erben \u00fcber, die in s\u00e4mtliche Rechte und Pflichten eintreten. Sie d\u00fcrfen somit Konten verwalten, m\u00fcssen laufende Vertr\u00e4ge laut der Verbraucherzentrale aber aktiv k\u00fcndigen, um Folgekosten zu vermeiden, sofern diese nicht automatisch mit dem Tod enden. Wer den Zugriff bestimmter Personen verhindern will, kann laut Finanztip im Testament Bedingungen formulieren oder eine Testamentsvollstreckung anordnen.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"\">\n    <!-- Test for teaser --><br \/>\n    <!--Val: 1 --><\/p>\n<p>                    \t    <!-- SRC:  --><\/p>\n<aside class=\"article--aside quintus teaser teaser__related rs_skip rs_preserve\">\n<div class=\"teaser--article teaser--content\">\n<figure class=\"teaser--image\">\n                                                    <picture><source media=\"(max-width:935px)\" srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/260610-FUNDUS_2125_Bluetenblaetter_Trauer-1875_rdax_625x352_60s.jpg 1x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/260610-FUNDUS_2125_Bluetenblaetter_Trauer-1875_rdax_1250x704_60s.jpg 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/260610-FUNDUS_2125_Bluetenblaetter_Trauer-1875_rdax_60s.jpg 3x\"><source media=\"(min-width:934px)\" srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/260610-FUNDUS_2125_Bluetenblaetter_Trauer-1875_rdax_360x203_70s.jpg 1x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/260610-FUNDUS_2125_Bluetenblaetter_Trauer-1875_rdax_720x406_70s.jpg 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/260610-FUNDUS_2125_Bluetenblaetter_Trauer-1875_rdax_1080x608_70s.jpg 3x\"><\/source><\/source><\/picture><figcaption\/>\n                                                <\/figure>\n<p class=\"quintus--text teaser--text\">Kirche ist da, wenn Menschen sich fragen, was bleibt. Hier finden Sie Hilfe, seelsorgliche Unterst\u00fctzung und Impulse zu Vorsorge, Trauer und Erinnerung.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/aside>\n<div class=\"article--content\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Wie l\u00e4sst sich der digitale Nachlass regeln?<\/h3>\n<p>Die Verbraucherzentrale Niedersachsen r\u00e4t zu einer Liste aller Online-Dienste samt Vermerk, welche Daten gel\u00f6scht oder gesichert werden sollen. Eine App zu l\u00f6schen, reicht nicht aus; zuvor muss der Nutzungsvertrag, der Dienst oder das Konto beim Anbieter gek\u00fcndigt oder gel\u00f6scht werden. \u201eDas gilt insbesondere f\u00fcr kostenpflichtige Dienste und Apps\u201c, betonte Bartsch.<br \/>Apple etwa erm\u00f6glicht es laut Finanztip, Nachlasskontakte zu benennen, die im Todesfall Zugriff auf die Daten erhalten, wenn sie einen zuvor \u00fcbergebenen Schl\u00fcssel und die Kopie einer Sterbeurkunde vorlegen. Google bietet einen Kontoinaktivit\u00e4ts-Manager an, \u00fcber den Konten Verstorbener geschlossen oder Daten abgerufen werden k\u00f6nnen. Solche Einstellungen entsprechen nach Angaben des Bundesministeriums der Justiz und f\u00fcr Verbraucherschutz jedoch in der Regel nicht den Vorschriften des B\u00fcrgerlichen Gesetzbuchs und haben im Zweifel keine rechtliche Wirkung.<\/p>\n<h3>Wann ist eine Vollmacht sinnvoll?<\/h3>\n<p>Eine schriftliche Vorsorgevollmacht stellt nach Angaben der Verbraucherzentrale Niedersachsen sicher, dass eine Vertrauensperson bei schwerer Krankheit oder nach einem Unfall handeln kann. Damit die bevollm\u00e4chtigte Person auch nach dem Tod eines Menschen Vertr\u00e4ge k\u00fcndigen oder Profile l\u00f6schen kann, muss die Vollmacht ausdr\u00fccklich \u00fcber den Tod hinaus gelten.<br \/>Diese sogenannte transmortale Vollmacht erm\u00f6glicht laut Finanztip rasches Handeln ohne Erbschein. Bei sozialen Netzwerken reicht eine Vollmacht oder ein Testament laut den Verbrauchersch\u00fctzern aber nicht immer aus. Umso wichtiger ist demnach, dass Zugangsdaten hinterlegt sind.<\/p>\n<h3>Wie wird die Passwortliste gef\u00fchrt?<\/h3>\n<p>Die Verbraucherzentrale empfiehlt eine \u00dcbersicht aller Konten mit Anbieter, Benutzernamen, Passw\u00f6rtern und konkreten Handlungsanweisungen. Bankkonten sollten laut Finanztip nur aufgelistet werden, damit die Erben wissen, wo Konten vorhanden sind; die Passw\u00f6rter dazu geh\u00f6ren nicht in das Dokument. Eine ausgedruckte oder handschriftliche Liste wird am besten an einem sicheren Ort verwahrt und stets aktuell gehalten &#8211; die Vertrauensperson muss wissen, wo sie zu finden ist.<\/p>\n<p style=\"text-align:right\"><em>Julia Pennigsdorf (epd)<\/em><\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>E-Mails, Profile in sozialen Netzwerken, Online-Vertr\u00e4ge: Wer fr\u00fchzeitig regelt, was im Todesfall damit geschehen soll, erspart Angeh\u00f6rigen unangenehme \u00dcberraschungen. 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