{"id":9766,"date":"2026-11-08T19:13:26","date_gmt":"2026-11-08T19:13:26","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2026\/11\/08\/gemeinschaft-als-groesster-schatz-der-kirche-ekd\/"},"modified":"2026-11-08T19:13:27","modified_gmt":"2026-11-08T19:13:27","slug":"gemeinschaft-als-groesster-schatz-der-kirche-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2026\/11\/08\/gemeinschaft-als-groesster-schatz-der-kirche-ekd\/","title":{"rendered":"Gemeinschaft als gr\u00f6\u00dfter Schatz der Kirche \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div>\n<p><strong>Viele Gemeinden kennen aber auch die Erfahrung, dass die gleiche Kerngruppe kommt und es kaum gelingt, neue Menschen zu gewinnen. Wie l\u00e4sst sich das \u00e4ndern?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Justus Geilhufe:<\/strong> Ich glaube, wir m\u00fcssen lernen, unsere bestehenden Institutionen wieder neu zu st\u00e4rken. Es gibt die Tendenz, vieles, was \u00fcber lange Zeit gewachsen ist, als veraltet oder nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df anzusehen. Aber das stimmt so nicht. Wir haben in unserem Land viele gute Institutionen, von der Kirche bis zu den politischen Parteien. Sie brauchen Menschen, die sich dort engagieren und sie mit neuem Leben f\u00fcllen.<\/p>\n<p>Als Pfarrer sehe ich es auch als meine Aufgabe, junge und \u00e4ltere Menschen dazu zu ermutigen. Wir m\u00fcssen nicht immer alles neu erfinden. Wir k\u00f6nnen auch das, was scheinbar \u00fcberholt ist, wiederbeleben.<\/p>\n<p><strong>Aber wie gelingt es, dabei nicht unter sich zu bleiben?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bettina Schlauraff:<\/strong> Indem wir bewusst den Kontakt zu anderen suchen. Warum nicht etwas gemeinsam mit dem Heimatverein oder der Freiwilligen Feuerwehr organisieren? Wir sollten die Kirche als einen Ort st\u00e4rken, an dem viel Gutes stattfinden kann. Aber wir d\u00fcrfen dabei nicht nur auf uns selbst schauen. Entscheidend ist, dass wir mit den Menschen au\u00dferhalb unserer eigenen Gemeindegruppen in Kontakt kommen.<\/p>\n<p><strong>Haben Sie daf\u00fcr ein Beispiel aus Ihrer Gemeinde?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Justus Geilhufe:<\/strong> Wir haben im Sommer einen j\u00fcdisch-christlichen Moped-Gottesdienst gefeiert. Da waren nicht nur j\u00fcdische und christliche Menschen zusammen, die ihre Leidenschaft f\u00fcrs Mopedfahren teilen. Es kamen auch ganz unterschiedliche Generationen zusammen: Menschen, die erst seit zwei Wochen Moped fahren durften, und andere, die schon seit 60 Jahren auf Zweitaktern unterwegs sind.<\/p>\n<p>Ich erinnere mich an wunderbare Begegnungen in unserem Pfarrgarten. Menschen haben sich \u00fcber Stunden unterhalten, die sonst vermutlich wenig miteinander zu tun gehabt h\u00e4tten. \u00dcber Generationen hinweg, und bestimmt ging es bei diesen Gespr\u00e4chen nicht nur um die Motoren ihrer Fahrzeuge. Das war f\u00fcr mich ein Moment, in dem ich gesehen habe, was Kirche f\u00fcr unsere Gesellschaft leisten kann: Sie bringt Menschen zusammen. Darauf war ich sehr stolz.<\/p>\n<p><strong>Bettina Schlauraff: <\/strong>\u00c4hnliche Erfahrungen haben wir in Sachsen-Anhalt gemacht. Im Vorfeld der Landtagswahlen haben wir geschaut, mit welchen anderen zivilgesellschaftlichen Kr\u00e4ften wir zusammenarbeiten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dabei sind viele gr\u00f6\u00dfere Veranstaltungen und Feste entstanden. Das waren nicht nur politische Demonstrationen, sondern Gelegenheiten, bei denen Menschen einfach zusammenkamen. Pl\u00f6tzlich begegneten sich unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen, politische Milieus und Vereine, die sonst kaum Ber\u00fchrungspunkte haben.\u00a0Weil ihnen eine gemeinsame Sache wichtig war, haben sie sich aufeinander eingelassen. Sie haben einander ausgehalten, manchmal miteinander gesprochen und vielleicht sogar zugeh\u00f6rt. Das ist unglaublich viel wert.<\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Gemeinden kennen aber auch die Erfahrung, dass die gleiche Kerngruppe kommt und es kaum gelingt, neue Menschen zu gewinnen.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":9767,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9766"}],"collection":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9766"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9766\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9768,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9766\/revisions\/9768"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9767"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9766"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9766"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9766"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}