2004 trat Köhler als Nachfolger von Johannes Rau das Amt des Bundespräsidenten an. Am 31. Mai 2010 trat er als erster Bundespräsident in der Geschichte der Bundesrepublik vom Amt zurück. Köhler war seit 1969 mit seiner Frau Eva Luise verheiratet, hatte mit ihr zwei Kinder und vier Enkel.
Zu den Trauerrednern gehörte auch Köhlers politischer Weggefährte Waigel. Köhler sei einer der wenigen Menschen gewesen, mit denen er über alles, auch Persönliches, habe sprechen können, sagte er. Mit Köhlers Begleitung im Amt habe er sich „sicher und geborgen“ gefühlt, sagte der CSU-Politiker.
Der frühere österreichische Bundespräsident Heinz Fischer, der im selben Jahr wie Köhler das Präsidentenamt antrat, würdigte Köhler als „klugen, verdienstvollen, redlichen und liebenswürdigen Menschen“. Der ehemalige kenianische Präsident Uhuru Kenyatta sagte, Köhler sei „sehr viel mehr“ gewesen als nur ein Kollege – „er war ein Freund“. Es gehe heute nicht nur darum, einen „herausragenden Präsidenten“ zu würdigen, sagte Kenyatta, sondern sich auch „seiner Herzenswärme und seiner Menschlichkeit zu erinnern“.
Neben den Spitzen von Bundestag, Bundesregierung, Bundesrat und Bundesverfassungsgericht waren auch frühere hochrangige Politiker unter den Gästen des Staatsaktes, darunter die Altbundespräsidenten Joachim Gauck und Christian Wulff. An den Staatsakt schloss sich vor dem Dom ein militärisches Abschiedszeremoniell an, mit dem besondere Persönlichkeiten geehrt werden.