Amtszeit von Wiedervereinigung geprägt
Davon habe die evangelische Kirche ganz besonders in seiner Zeit als Kirchenamtspräsident profitiert, als es gegolten habe, nach der friedlichen Revolution die kirchliche Einheit wiederzugewinnen, hieß es weiter. „Sein Einsatz für Recht und Gerechtigkeit war getragen von seiner tiefen Frömmigkeit und Glaubensgewissheit.“
Otto von Campenhausen war den Angaben zufolge von 1973 bis 1979 Mitglied des Präsidiums der Synode der EKD und von 1979 bis 1985 Mitglied des Rates der EKD. 1989 wurde er demnach vom Rat der EKD zum Präsidenten des Kirchenamtes berufen. Der als besonnen und geradlinig geltende Jurist leitete die EKD-Verwaltungszentrale in Hannover bis März 1997. Geprägt war die Amtszeit von der Vereinigung der evangelischen Landeskirchen in Ost- und Westdeutschland.
Engagiert für Reform des Strafvollzugs
Der am 7. Februar 1932 auf Burg Schwarzenfels im hessischen Kreis Schlüchtern geborene von Campenhausen stammt aus einem baltischen Adelsgeschlecht. Neben seinen kirchlichen Ämtern engagierte sich der frühere Richter auch in der Straffälligenhilfe und war Vorsitzender einer bundesweiten Kommission zur Reform des Strafvollzugs.