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Dieser Küster zeigt seinen Alltag auf YouTube – EKD


Warum der Job als Küster nie langweilig wird

Dass der Küsterberuf kreativ sein kann, überrascht ihn bis heute. Mal hängt er die Lieder für den Sonntagsgottesdienst aus, mal spielt er mit seiner Band bei Gemeindeveranstaltungen Musik. Und manchmal darf er bei Festen auch einfach „den Kasper machen“, wie er sagt.

In der Gemeinde sei immer etwas los. Die Pastoren seien besonders engagiert, ständig gebe es neue Projekte, Aktionen oder Ideen – sogar eine Schaukel in der Kirche. Auch die Gottesdienste seien gut besucht. „Bei uns ist richtig was los“, sagt Ulli Walz stolz.

Dass er mit Mitte fünfzig noch einmal ganz neu angefangen hat, empfindet er heute als Glücksfall. „Es war absolut die richtige Entscheidung“, sagt er. „Montagmorgen? Kein Problem.“

Wertschätzung als Küster in der Gemeinde

Statt Fehlersuche an Autos stehen heute Menschen im Mittelpunkt. „Es ist auch Stress, aber ein anderer Stress, ein anderer Vibe“, sagt Ulli Walz. Die Kommunikation und der Umgang miteinander seien ganz anders als in der Werkstatt.

Besonders schätzt er die Gemeinschaft. Inzwischen fühlt er sich fest in der Gemeinde verankert. „Ich bin tief im Kaninchenbau“, sagt er lachend. „Ich bekomme viel Wertschätzung und Anerkennung.“

Auch wenn einmal Probleme auftauchten, könne er diese offen ansprechen und bekomme Unterstützung. Dieses Miteinander sei etwas Besonderes.

Und noch etwas bewegt ihn: die spirituelle Seite seiner Arbeit. Beim Abendmahl Brot auszuteilen, hätte er sich früher nie vorstellen können. „Ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas mal machen darf“, sagt er. „Diesen Teil möchte ich nicht missen.“

Text: Franziska Weiß