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50 Jahre Evangelische Mittelost-Kommission: Brücken bauen, Beziehungen stärken – EKD


Hannover (23. Oktober 2026). Seit fünf Jahrzehnten verbindet die Evangelische Mittelost-Kommission (EMOK) Kirchen und christliche Organisationen in Deutschland mit Partnern im Mittleren Osten. Im Mittelpunkt stehen die Zusammenarbeit mit den Kirchen der Region und die Verständigung zwischen den Religionen.

Am 26. Oktober 1976 kam die EMOK zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Geleitet wurde sie vom damaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Helmut Claß. 50 Jahre später ist die Kommission ein wichtiges Forum für den Austausch und die Zusammenarbeit von Kirchen, Missionswerken und christlichen Hilfsorganisationen in Deutschland mit ihren Partnern im Mittleren Osten.

Zu den besonderen Leistungen der EMOK gehört es, über Jahrzehnte verlässliche Beziehungen zu Kirchen und christlichen Gemeinschaften in der Region aufgebaut und gepflegt zu haben. Dabei verbindet sie die Unterstützung der Christinnen und Christen im Mittleren Osten mit dem christlich-jüdischen und christlich-islamischen Dialog. Unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven finden hier einen gemeinsamen Gesprächsraum.

„Seit 50 Jahren steht die EMOK für etwas, das heute besonders wertvoll ist: Wir hören einander zu, halten Kontakt und bleiben auch dort im Gespräch, wo die Sichtweisen auseinandergehen. Unsere Verbundenheit mit den Kirchen im Mittleren Osten ist über Jahrzehnte gewachsen. Diese Beziehungen tragen gerade in schwierigen Zeiten“, sagt der Vorsitzende der EMOK und Mitglied des Rates der EKD, Dr. Michael Diener.

Eine wichtige Grundlage dieser Arbeit ist die enge Zusammenarbeit mit dem Mittelöstlichen Kirchenrat (Middle East Council of Churches) und weiteren kirchlichen Partnern. Die EMOK bringt Erfahrungen aus der Partnerschaftsarbeit zusammen, begleitet Projekte und berät die EKD sowie ihre Mitgliedskirchen und Werke zu Entwicklungen im Mittleren Osten.

Auch mit gemeinsamen Veröffentlichungen hat die Kommission wichtige Impulse gesetzt. Dazu zählt die Positionsbestimmung „Israel – Palästina“ aus dem Jahr 2009, die 2017 erneut veröffentlicht wurde. Sie verbindet die besondere Beziehung der evangelischen Kirche zum Judentum und zu Israel mit der ökumenischen Verbundenheit mit den palästinensischen Kirchen und dem Einsatz für einen gerechten Frieden. Angesichts der Entwicklungen der vergangenen Jahre steht eine erneute Überarbeitung an.

Mit ihrer Erklärung „EMOK an der Seite der Christen im Mittleren Osten“ von 2017 hat die Kommission zudem dazu beigetragen, die Geschichte, die vielfältigen Traditionen und die gegenwärtige Situation der orientalischen Kirchen stärker ins Bewusstsein evangelischer Gemeinden in Deutschland zu rücken. Sie ermutigt dazu, die Begegnung mit orientalischen Christinnen und Christen auch hierzulande zu vertiefen und die Zusammenarbeit konkret zu gestalten.

Nach 50 Jahren bleibt die Aufgabe der EMOK aktuell: Beziehungen stärken, unterschiedliche Perspektiven miteinander ins Gespräch bringen und die christlichen Gemeinschaften im Mittleren Osten begleiten. Ihre über Jahrzehnte gewachsenen Kontakte und ihre Erfahrung sind dafür eine wichtige Grundlage.

Hintergrund

Die Evangelische Mittelost-Kommission vereint Kirchen, Missionswerke, Hilfswerke und weitere christliche Organisationen, die Beziehungen zum Mittleren Osten pflegen. Sie berät unter anderem den Rat der EKD und arbeitet mit kirchlichen Partnerorganisationen in der Region zusammen. Die Geschäftsführung wechselt alle drei Jahre zwischen der EKD und der Evangelischen Mission Weltweit (EMW).

Weitere Infos zur EMOK finden Sie unter https://www.ekd.de/Evangelische-Mittelost-Kommission-EMOK-15480.htm

Pressestelle der EKD