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Kirche will mehr Aufmerksamkeit für Seelsorge – EKD


Überwiegend ehrenamtliches Seelsorgeteam kümmert sich um Passagiere

Allein auf evangelischer Seite ist ein überwiegend ehrenamtlich tätiges, 25-köpfiges Team für die Flughafenseelsorge am größten bundesdeutschen Luftverkehrskreuz tätig. Die Aufgaben seien äußerst vielfältig, berichtete die Frankfurter Flughafenpfarrerin Bettina Klünemann. Es gehe um die Betreuung gestrandeter Reisender, die Übermittlung von Todesnachrichten oder darum, Passagiere mit Flugangst nach einer Panikattacke zu beruhigen.

Auch der Empfang von Reisenden, die aus Kriegsgebieten evakuiert wurden, wie unlängst nach dem US-amerikanisch-israelischen Angriff auf den Iran, gehöre zum Arbeitsalltag. „Das Vertrauen, das uns am Flughafen entgegengebracht wird, ist unglaublich groß“, sagte Klünemann. Alle internationalen Krisen der vergangenen Jahre hätten sich auf den Flughafenbetrieb ausgewirkt.

Corona-Zeit war herausfordernd

Besonders herausfordernd sei die Situation während der Coronavirus-Pandemie gewesen, berichtete Klaus Mittorp, einer der Ehrenamtlichen im Seelsorge-Team. Damals seien nur Menschen gereist, die einen sehr ernsten Grund dafür hatten. Zudem hätten zahlreiche Passagiere im Transitbereich festgesteckt, wenn ihre Zielländer keine Flüge mehr zuließen, die Passagiere ohne Visum aber auch nicht das Flughafengelände verlassen durften: „Wir hatten Fälle von Menschen, die hier fünf oder sechs Wochen lang feststeckten.“