- EKD-Auslandsbischof Frank Kopania hat christliche Gemeinden und kirchliche Verantwortungsträger in der traditionsreichen Region Tur Abdin in der Südosttürkei besucht.
- Im Mittelpunkt stand die Begegnung mit der syrisch-orthodoxen Kirche.
- Der Auslandsbischof kehrt beeindruckt von der Glaubensstärke, Gastfreundschaft und Hoffnung der christlichen Gemeinden in Tur Abdin zurück.
Hannover (1. Juni 2026). Während einer Reise nach Tur Abdin in der Südosttürkei (26. bis 31. Mai 2026) hat der Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Frank Kopania, die ökumenischen Beziehungen zur syrisch-orthodoxen Kirche vertieft und zugleich ein Zeichen der Verbundenheit mit christlichen Gemeinden im Nahen Osten gesetzt. Die Reise führte in eine Region, die seit Jahrhunderten zu den geistlichen Zentren des orientalischen Christentums zählt und bis heute von Fragen religiöser Vielfalt, Migration, Vertreibung und gesellschaftlicher Zukunft geprägt ist.
Im Mittelpunkt standen Begegnungen mit kirchlichen Verantwortungsträgern, Besuche historischer Klöster und Gemeinden sowie Gespräche über Frieden, Versöhnung und die Verantwortung der Kirchen in einer konfliktreichen Region. „Die Begegnungen in Tur Abdin haben mir erneut gezeigt: Ökumene wächst aus Vertrauen, gemeinsamer Glaubenserfahrung und gelebter Verbundenheit. Ich kehre bereichert zurück – beeindruckt von der Glaubensstärke unserer syrisch-orthodoxen Geschwister und bestärkt in der Überzeugung, dass die weltweite Gemeinschaft der Kirchen ein unverzichtbares Zeichen der Hoffnung in unserer Zeit ist“, bilanziert der EKD-Auslandsbischof.
Während der Reise besuchte er unter anderem die Klöster Mor Hananyo (Zafaran) und Mor Gabriel, die Marienkirche in Hah sowie Gemeinden und Projekte in Beth Qustan, Kafro und Midyat. Begegnungen mit kirchlichen Verantwortungsträgern und Gemeindemitgliedern zeigten, mit welcher Glaubenstreue und Hoffnung die syrisch-orthodoxen Christinnen und Christen ihre Tradition bewahren und zugleich Zukunft gestalten. „Wer durch diese alten Mauern geht, spürt: Glaube trägt Menschen durch die Zeiten“, sagte Kopania mit Blick auf die jahrhundertealten Klöster der Region.
Besonders in Erinnerung bleiben ihm die Eindrücke aus den Grenzregionen zu Syrien sowie der Besuch im Erdbebengebiet von Sanliurfa: „An Grenzen wird sichtbar, wie zerbrechlich Frieden sein kann“, erklärte Kopania. „Die Reise machte zugleich deutlich, welche Bedeutung christlichen Gemeinden als Orten von Hoffnung, Zusammenhalt und kultureller Identität zukommt.“