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Bedford-Strohm warnt vor humanitärer Katastrophe im Flüchtlingslager Moria – EKD


„Eine Schande, dass es zivile Seenotrettung braucht“

Bedford-Strohm bekräftigte, dass das der evangelischen Kirche mitinitiierte Rettungsschiff „Sea-Watch 4“ voraussichtlich Anfang August zu seinem ersten Einsatz im Mittelmeer auslaufen werde. „Wenn Menschen ertrinken, muss man sie retten“, sagte er. Das von einem Bündnis von mehr als 500 Organisationen getragene Schiff sei ein „politisches Zeichen“, sagte er: „Wir unterstützen ausdrücklich die Arbeit der zivilen Seenotretter.“ Deren Kriminalisierung müsse endlich aufhören. Es sei eine Schande, dass es zivile Seenotrettung brauche, um die Menschen zu retten. „Eigentlich ist das staatliche Aufgabe“, sagte der Theologe.

Das ehemalige Forschungsschiff „Sea-Watch 4“ war am 20. Februar in Kiel getauft und in Spanien umgebaut worden. Finanziert wurde es vom Bündnis „United4Rescue“, das maßgeblich von der EKD initiiert wurde. Sie hatte zu Spenden für das Schiff aufgerufen. Nach den ursprünglichen Plänen sollte das Schiff schon zu Ostern in See stechen. Die Einschränkungen wegen der Corona-Krise verzögerten dies.