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Geld für Hilfen ist da, Handwerker fehlen – EKD


Zudem seien in entlegenen Gebieten etwa in der Eifel noch nicht alle Schäden analysiert. Und Betroffene wüssten oft nicht, dass sie die Möglichkeit hätten, Fördermittel zu erhalten. Für den Wiederaufbau ihrer Immobilien bekommen Betroffene, die selbst in ihrem Eigentum leben, der Diakonie zufolge vom Land bis zu 80 Prozent der Kosten erstattet. Sollten die Betroffenen Schwierigkeiten haben, die verbleibenden 20 Prozent Eigenanteil zu finanzieren, kann die Diakonie Katastrophenhilfe RWL sie mit bis zu 25.000 Euro unterstützen.

In den ersten Tagen nach der Flut konnte die Diakonie Bargeldhilfen auszahlen. Rund 2,8 Millionen Euro flossen an 6.000 Haushalte in NRW und Rheinland-Pfalz. Außerdem zahlte die Diakonie Katastrophenhilfe mit der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL) knapp sieben Millionen Euro aus Spenden als sogenannte Haushaltsbeihilfen aus. Für diese Hilfen hatten Betroffene 2.500 Anträge gestellt. Hinzu kam eine materielle Soforthilfe in Höhe von einer Million Euro für Bautrockner und Heizgeräte.

Betroffene haben auch weiterhin die Möglichkeit, bis zu 5.000 Euro pro Haushalt für Hausrat zu beantragen. Für Menschen, die ihr Hab und Gut verloren hätten, sei so ein Betrag schnell aufgebraucht, sagte Koth.

Für den Wiederaufbau stehen nach Angaben der Diakonie insgesamt zehn Millionen Euro zur Verfügung. Davon wurden 2,83 Millionen Euro bereits bewilligt und ausgezahlt. In Zukunft will die Diakonie Orte unterstützen, lebenswerte Gemeinden zu bleiben. „Wenn die Kneipe an der Ecke verloren ist, haben die Menschen keinen Treffpunkt mehr. Solche Orte und Strukturen wollen wir wieder aufbauen“, sagte Koth.

Derzeit sind zehn Teams der Diakonie Katastrophenhilfe RWL in allen betroffenen Gebieten unterwegs. Sie helfen etwa bei der Beantragung von Geldern. Da das Ahrtal zum Synonym für die Zerstörungen wurde, werde oft vergessen, dass Menschen von der Wupper bis zur Erft ihr Zuhause verloren hätten, sagte Koth.

Die Teams achteten auf einen würdevollen Umgang, betonte er. „Wer viele Stunden auf dem Dach seines Hauses zubringen musste, umgeben von den Wassermassen, leidet immer noch an einem Trauma.“ Auch für psychosoziale Hilfe fühlt sich die Katastrophenhilfe nach wie vor zuständig.