Die WM „kann eine wunderschöne Gemeinschaftserfahrung im Sommer sein. Man darf sie aber auch nicht überhöhen“, betonte der Sportbeauftragte. In Deutschland und weltweit gebe es viele politische und soziale Spannungen, Kriege, Umbrüche in der Wirtschaft, Umweltprobleme, Demokratien unter Druck. „Eine WM löst das nicht einfach. Aber wir können vom Fußball viel mitnehmen.“
Millionen Menschen würden bei den Spielen gemeinsam fiebern, hoffen, feiern und trauern, sagte Latzel dem epd. Er selbst liebe „ein faires, respektvolles Miteinander, den sportlichen Wettkampf, die Leichtigkeit des Spiels – etwa wenn man nach einem Public Viewing mit den Fans aus anderen Ländern zusammen feiert“. Bei dem Turnier gehe es auch um Fairness, Respekt, Verantwortung und Solidarität über Grenzen hinweg. Das seien wichtige ethische Impulse, die Sport und Glaube gemeinsam in einer polarisierten Gesellschaft vermitteln könnten.