EKD News

Neue Ehrenamtliche in der Krankenhausseelsorge – EKD


Bereits nach der Hälfte des Theorieunterrichts sammelten die künftigen Krankenhausseelsorgerinnen und -seelsorger erste Praxiserfahrungen in Patientengesprächen. Dabei wurden sie von hauptamtlichen Mentorinnen und Mentoren begleitet.

Zuhören und Gutes weitergeben

Mit ihrer Entsendung verpflichten sich die Ehrenamtlichen für zwei Jahre zum Dienst in der Klinikseelsorge. In der Regel sind sie einmal wöchentlich für zwei Stunden in einer Klinik im Einsatz. Die Kurskosten in Höhe von 350 Euro werden nach einem Jahr Tätigkeit vollständig von Landeskirche und Bistum erstattet. Auch nach Abschluss der Ausbildung bleiben die Ehrenamtlichen begleitet: Alle zwei Monate treffen sie sich zu Supervisionen.

„Wir sind in der Ausbildung sehr gut betreut worden. Ich hoffe, Patientinnen und Patienten mit viel Zeit zuhören und gute Dinge weitergeben zu können, die ich selbst erfahren habe“, sagt die neue Krankenhausseelsorgerin Ute Piroth-Kapp aus Kleinniedesheim. Die 68-jährige Protestantin und Physiotherapeutin freut sich auch darauf, ihre Kursgruppe bei den regelmäßigen Supervisionen wiederzusehen.

Regina Bleyer aus Bruchmühlbach-Miesau entschied sich für den Kurs, nachdem sie den Sterbeprozess ihrer Mutter begleitet hatte. „Da merkte ich, dass ich seelsorgerlich tätig sein kann. Durch den Kurs habe ich Methodik und die nötige Sicherheit dazu bekommen“, sagt die Katholikin, die viele Jahre als Erzieherin gearbeitet hat und im Ruhestand ein Ehrenamt übernehmen möchte.

Der nächste ökumenische Ausbildungskurs für ehrenamtliche Klinikseelsorgerinnen und Klinikseelsorger beginnt im September 2026. Fragen dazu beantwortet Pfarrer Martin Risch (Tel.: 0173 – 3 82 14 12; martin.risch@evkirchepfalz.de). 

Text: Ingelore Dohrenbusch (Ev. Kirche der Pfalz)